Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Gemeinsame Presseerklärung: Polizeipräsidium Südhessen
Staatsanwaltschaft Darmstadt

    Viernheim (ots) - Der nachstehende Pressetext wird vorsorglich nochmals komplett versandt, da es beim Öffenen der pdf-Datei Probleme gegeben hatte. Wir bitten um Verständnis.

    Aufgrund retrograder Auswertung von Spuren und der zwischenzeitlichen Fortentwicklung modernster kriminaltechnischer Methoden ist es dem Polizeipräsidium Südhessen, insbesondere Mitarbeitern der Kriminalpolizei der Polizeidirektion Bergstraße gelungen, wesentlich zur Aufklärung eines seit 20 Jahren ungelösten Kapitalverbrechens beizutragen.

    So konnte am 07.05.2007 auf Antrag der Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht in Darmstadt ein heute 62-jähriger und derzeit in der Nähe von Karlsruhe wohnhafter Mann durch das Amtsgericht Darmstadt in Untersuchungshaft genommen werden.

    Am 14.06.1987 war im Neckarkanal an der Schleuse in Mannheim-Feudenheim die Leiche eines 5-jährigen Mädchens aufgefunden worden, das ihre Eltern am 05.06.1987 in Viernheim als vermisst gemeldet hatten. Die Leiche war mit Paketschnüren umwickelt. Als Todesursache wurde Ersticken durch Erdrosseln festgestellt. Der Tod trat vermutlich noch am 05.06.1987 ein.

    Der Beschuldigte, ein seit 16 Jahren arbeitsloser und unverheirateter Kraftfahrer, wohnte seinerzeit in Viernheim in dem Haus, in dem die Mutter des getöteten Mädchens am Tattag eine Bekannte besucht hatte und wo das Mädchen letztmals lebend gesehen worden war.

    Bereits damals war der 62-Jährige in das Visier der Ermittlungsbehörden geraten.

    Dem Festgenommenen konnte zu dieser Zeit die Tat beweissicher nicht nachgewiesen werden.

    Die Staatsanwaltschaft geht mittlerweile davon aus, dass es sich bei der seinerzeitigen Wohnung des Beschuldigten um den mutmaßlichen Tatort handelt.

    Die nunmehr vom Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) vorgenommenen Untersuchungen des sichergestellten Beweismaterials erbrachten sowohl DNA- als auch Faserspuren, die den Kontakt des Mädchens zum Lebensbereich des Beschuldigten bestätigen.

    Insbesondere führten die seinerzeit noch nicht möglichen DNA-analytischen Untersuchungen zu dem für eine Untersuchungshaft erforderlichen dringenden Tatverdacht.

    Der Beschuldigte bestreitet den Tatvorwurf.

    Im Auftrag

    Neuber Staatsanwalt a. LG.

    Staatsanwaltschaft Darmstadt Mathildenplatz 15, 64283 Darmstadt Telefon (06151) 9920


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