Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Kreis Bergstraße: Verkehrsunfallstatistik 2006 für den Bereich der Polizeidirektion Bergstraße

    Kreis Bergstraße (ots) - Gesamtzahl der Verkehrsunfälle

    Die Polizei des Kreises Bergstraße bearbeitete im Jahre 2006 insgesamt 4337 Verkehrsunfälle, womit sich die in den letzten Jahren sinkenden Unfallfallzahlen erneut bestätigten. 2005 wurden im Kreisgebiet Bergstraße noch 56 Unfälle mehr registriert. Während die Unfallzahlen in Mörlenbach (-31), Zwingenberg (-25) und Heppenheim (-21) merklich sanken, war in Viernheim (+38), Bensheim (+31) und Bürstadt (+26) eine Steigerung zu konstatieren. Exakt gleich blieben die Unfallzahlen in Fürth, Groß-Rohrheim und Lorsch, in den restlichen 15 Kreiskommunen blieben sie mit leichten Abweichungen zu 2005 konstant. Erheblich verringert haben sich die Verkehrsunfälle mit Fußgängern auf 94 (100; -6 %) sowie mit Radfahrerbeteiligung auf 229 (241; -5 %), wohingegen die Unfälle unter Beteiligung von motorisierten Zweirädern auf 262 (228; +15 %)  enorm angestiegen sind. Mitursache hierfür dürfte im milden Winter 2006 zu suchen sein; im schneefreien November und Dezember 2006 herrschte noch reger motorisierter Zweiradverkehr.

    Gesamtzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden

    Bei einem Minus von 15 Unfallgeschehen, gleichbedeutend mit -3,5 %, bei denen Personenschaden zu beklagen war, verlief die Entwicklung in diesem statistischen Bereich für das Zuständigkeitsgebiet der Polizeidirektion Bergstraße ebenfalls erfreulich. Im Verlauf von 928 Verkehrsunfällen wurden bei 10 Ereignissen 11 Personen (2 Fußgänger, 4 Kradfahrer, 2 Pkw-Fahrer, 2 Pkw-Mitfahrer, 1 Radfahrer) tödlich verletzt (10 im Vorjahr), 219 schwer verletzt (191) sowie 987 (1031) leicht verletzt.

    Verkehrsunfälle mit unerlaubtem Entfernen vom Unfallort Mit 1383 Verkehrsunfällen mit "Unfallflucht" blieb die Anzahl im Bereich der Polizeidirektion Bergstraße nahezu konstant, fast jede zweite Unfallflucht konnte aufgeklärt, der Verursacher ermittelt werden.

    Analytische Betrachtung

    Eine Analyse der Unfalltypen auf der Ebene der Polizeidirektion Bergstraße hat ergeben, dass ein starker Anstieg (556 zu 604 Fällen = +9 %) bei dem Unfalltyp "Einbiegen/Kreuzen" im Vergleich zu 2005 festzustellen ist. Hierbei wird der Verkehrsunfall durch einen Konflikt zwischen einem einbiegenden oder kreuzenden Wartepflichtigen und einem vorfahrtsberechtigten Fahrzeug an Kreuzungen, Einmündungen oder Ausfahrten von Grundstücken und Parkplätzen ausgelöst. Auch aufgrund polizeilicher Geschwindigkeitsüberwachungen und durch aufklärende polizeiliche Präventionsarbeit, zum Beispiel im Rahmen von Landesaktionstagen, konnte der Unfalltyp "Fahrunfall" um  27 % von 664 auf 484 gesenkt werden; hier wird der  Verkehrsunfall  durch den Verlust der Kontrolle über das Fahrzeug, zum Beispiel durch nicht angepasste Geschwindigkeit, falsche Einschätzung des Straßenverlaufs oder des Straßenzustands herbeigeführt, ohne dass dazu andere Verkehrsteilnehmer beigetragen haben. Erfreulich ebenso der Rückgang um  mehr als 20 % (55 gegenüber 69 Einzelfälle) der "Überschreitunfälle", verursacht durch einen Konflikt zwischen einem Fahrzeug und einem Fußgänger auf der Fahrbahn.

    Verkehrsteilnahme / Unfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel

    Die Zahl der festgestellten Unfälle unter Alkoholeinfluss ging um 5 % (192, jetzt 182) zurück, entgegengesetzt verlief bei nahezu einer Verdoppelung (+7 Fälle total) die Häufigkeitsentwicklung der Unfälle unter Drogen- bzw. unter Mischeinfluss (Drogen+Alkohol). Dies dürfte unter anderem das Ergebnis polizeilicher Schwerpunkt-setzung auf Drogenkonsumerkennung sein, mit der das bestehende Dunkelfeld aufgehellt wurde.

    Im Rahmen verstärkter Verkehrskontrollen auf dem Sektor Alkohol und Drogen konnten insgesamt 507 Fälle von Fahrten unter Einfluss berauschender Mittel (+ 24 % oder + 97 Delikte) unterbunden werden, davon - 371 Feststellungen von folgenlosen Alkoholfahrten (+ 8 % oder 29 Delikte) - 116 Feststellungen von folgenlosen Drogenfahrten (+ 70 % oder 48 Delikte) - 20 Feststellungen von Fahrten unter Alkohol und Drogen (diese Form des "Mischkonsums" wurde erstmals statistisch erfasst).

    Fazit: Verkehrssicherheit und Unfallvermeidung sind gemeinsame Aufgabe aller!

    Maßnahmen in Zusammenarbeit der Polizei mit den Fachbehörden bei den Städten und Gemeinden, der Straßenverkehrsabteilung beim Landratsamt und dem Amt für Straßen- und Verkehrswesen Bensheim wie zum Beispiel geschwindigkeitsdämpfende Anordnungen, Verbesserung des Straßenoberflächenzustands, der Streckenführung sowie vielfältige Überwachungsmaßnahmen im Rahmen der Unfallpunktbekämpfung trugen im Kreis Bergstraße mit dazu bei, dass die Verkehrsunfallzahlen in den letzten Jahren kontinuierlich sanken.

    Um die Unfallzahlen dauerhaft auf niedrigem Niveau zu halten ist es jedoch unbedingt erforderlich, dass der einzelne Verkehrsteilnehmer durch verantwortungsvolles, partnerschaftliches und rücksichtvolles Verhalten seinen Beitrag leistet.

    Interner Hinweis für die Medien:

    Weitere Daten sind im Internet unter dem Pfad "www.polizei.hessen.de/internetzentral/index.jsp" über die Register: Dienststelle-Polizei Südhessen-Statistik-Verkehrsunfallstatistik 2006 oder Verkehrsunfalllagebild 2006 oder Google-Suche: "Polizeipräsidium Südhessen; Statistik"    für jedermann abrufbar; für Rückfragen steht Ihnen jederzeit Herr Polizeihauptkommissar Peter Bitsch von der Führungsgruppe der  Polizeidirektion Bergstraße, Tel. 06252-706115 zur Verfügung.


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