Polizeipräsidium Südhessen

POL-SHDD: Steigende Unfallzahlen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt

    Darmstadt (ots) - Die rückläufige Unfallentwicklung vom Vorjahr im Stadtgebiet Darmstadt setzte sich im Jahr 2006 nicht mehr fort. Die Polizeidirektion Darmstadt-Dieburg registrierte in fast allen Bereichen steigende Unfallzahlen. Die Gesamtanzahl der gemeldeten Verkehrsunfälle stieg um 8 % von 3731 auf 4036. 9 Personen erlagen ihren tödlichen Verletzungen; 2005 waren es 8 Personen. Der Anstieg der Verkehrsunfälle mit Personenschaden von 730 auf 780 bewegt sich mit 8 % adäquat zum Trend der gestiegenen Gesamtunfallzahlen. Insgesamt wurden auf Darmstädter Straßen 97 Personen schwer und 683 Personen leicht verletzt.

    Erfreulich ist, dass sich der Trend der rückläufigen Unfallentwicklung im Bereich der Verkehrsunfälle unter dem Einfluss berauschender Mittel (Alkohol / Drogen / Medikamenten) weiterhin fortsetzt. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierten sich diese Unfälle um weitere 5 % auf 109 Unfälle. Dieser kontinuierliche Rückgang steht im Zusammenhang mit den zahlreichen Schwerpunktaktionen und Kontrollen der Beamtinnen und Beamten der Polizeidirektion Darmstadt-Dieburg, die sich über das ganze Jahr erstreckten und 2007 fortgesetzt werden. Im Bereich der Polizeidirektion wurden über die "närrischen Tage " 19 Fahrer unter dem Einfluss berauschender Mittel festgestellt und angezeigt.

    Ein besonderes Augenmerk im Jahr 2007 wird die Polizeidirektion Darmstadt-Dieburg auf die Unfälle mit Radfahrern richten. Im Jahr 2006 wurden 248 Unfälle mit Radfahrerbeteiligung festgestellt. Dies ist der höchste Wert seit Jahren. 2003 waren es 201, 2004 waren es 239 und im Jahr 2005 waren 193 solcher Unfälle. Die Aufstellung eines Fahrradkonzeptes für den Bereich der Stadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg läuft zurzeit auf Hochtouren. Erste Kontrollenmaßnahmen Ende des letzten Jahres bestätigen das dringende Erfordernis, Einfluss auf die Beachtung der Verkehrsvor-schriften durch Radfahrer zu nehmen. Das Konzept wird in dieser Woche der Öffentlichkeit präsentiert und die Polizeidirektion erhofft sich u.a. auch eine Reduzierung der Verkehrsunfälle.

    Die Verkehrsunfälle mit Fußgängern stiegen leicht von 101 im Vorjahr auf 109 im Jahr 2006. Deutlich erhöht haben sich die Verkehrsunfälle mit Krädern und Mofas von 117 im Jahr 2005 auf 144 im Jahr 2006. Auch diese Unfallentwicklung wird man gründlichst analysieren und entsprechende abgestimmte konzeptionelle Maßnahmen einleiten. Maßnahmen zur Reduzierung von Unfällen werden u.a. in der "Arbeitsgruppe Verkehrssicherheit"  thematisiert und beschlossen. In diesem städtischen Gremium sind auch Mitarbeiter der Polizeidirektion Darmstadt-Dieburg vertreten.

    Eine auffällige Unfallentwicklung im Stadtgebiet wurde im Zusammenhang mit "ruhendem Verkehr" festgestellt. Der Unfalltyp "Unfall durch ruhenden Verkehr", bezeichnet einen Konflikt zwischen einem Fahrzeug des fließenden Verkehrs und einem Fahrzeug, das parkt oder hält bzw. Fahrmanöver im Zusammenhang mit dem Parken oder Halten durchführt. Im Jahr 2006 erhöhte sich die Anzahl dieses Unfalltyps um über 48 % von 371 auf 551. Diesem Unfalltyp werden nahezu alle Fluchtunfälle zugeordnet. Diese Entwicklung resultiert u.a. auch durch die gestiegene Anzahl der Fluchtfälle von 1008 auf 1168.

    Auf dem Parkplatz eines Baumarktes in der Otto-Röhm-Straße wurden durch die Polizei 26 der zuvor beschriebenen Unfälle registriert. Dies führte dazu, dass sich diese Örtlichkeit zu einem Unfallpunktschwerpunkt entwickelt hat. Häufig handelt es sich bei innerstädtischen Unfallschwerpunkten um ampelgeregelte Kreuzungen oder Einmündungen. Beispielhaft für Darmstadt sind die Kreuzungen "B26 / Heinrichstraße / Aschaffenburger Straße", "Rheinstraße / Berliner Allee" und "Rheinstraße / Am Kavalleriesand". Sie führen die Unfalllisten mit bis zu 38 Unfällen an. Mit 18 Personen (2 schwer und 16 leicht) wurden die meisten Verletzten an der Einmündung  "Kranichsteiner Straße / Martin-Luther-King-Ring" verzeichnet. Insgesamt wurden 43 dieser Unfallschwerpunkte im Stadtgebiet festgestellt.


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