Polizeipräsidium Südhessen

PPSH-ERB: Michelstadt - Enkeltrick "Rate mal wer hier ist"

Michelstadt (ots) - Gleich sechsmal versuchten Täter am Dienstag (20.) mit dem Enkeltrick illegal ihre Taschen im Odenwald zu füllen. Doch sie blitzten bei den Angerufenen auch sechsmal ab. Wieder musste festgestellt werden, dass die Täter die Namen ihrer Opfer entweder aus dem Telefonbuch oder einer Telefonauskunfts-CD gesucht haben. Dabei achten die Täter auf den Vornamen ihrer Opfer und versuchen so das Alter der Geschädigten zu ermitteln. In den sechs neuen Fällen wurden die potenziellen Opfer alle um die Mittagszeit in Michelstadt und Würzberg angerufen. Wieder wurden die Gespräche mit der Frage begonnen: " Kennst du mich doch" oder "Rate mal wer hier ist". Danach wurde den Opfern über eine momentane Geldnot berichtet und um Hilfe gebeten. Dieser sogenannte Enkeltrick ist seit Jahren bekannt. Ursprünglich kommt er aus Hamburg und hat sich inzwischen über das gesamt Bundesgebiet und die Anrainerstaaten ausgebreitet. Man geht davon aus, dass die professionell agierenden Täter jährlich einen Schaden von über 10 Millionen Euro anrichten. In dem neusten Fällen haben alle Angerufenen die Falle und Hinterlistigkeit erkannt und so Schaden von sich abgehalten. In wenigen Fällen wurden die Opfer am Dienstag sogar mehrfach angerufen. Neben dieser alten Masche ist auch weiterhin damit zu rechnen, dass sich die Täter als Bankangestellte ausgeben und unter dem Vorwand das Geld der Opfer sei in Gefahr dazu bewegen ihre Ersparnisse abzuheben und einen unbekannten Abholer zu übergeben. Auch - oder gerade weil - der Täter diesmal leer ausging, ist anzunehmen, dass sie neue Versuche unternehmen werden, gutgläubige Menschen um ihre Ersparnisse zu bringen. Die Polizei rät zur Vorsicht und bittet nochmals um äußerstes Misstrauen bei derartigen Telefongesprächen. Bitte sprechen sie vor solchen Geldtransaktionen mit einer Person ihres Vertrauens oder wenden sie sich gleich an die Polizei. Sowohl beim Enkeltrick wie auch bei der abgewandelten Form des Bankangestellten wird regelmäßig ein massiver psychischer und emotionaler Druck auf die Opfer aufgebaut. Sollten bei Mitbürgerinnen und Mitbürgern in den letzten Tagen derartige Telefongespräche aufgelaufen sein, bittet die Polizeidirektion Odenwald, Tel. 06062/953-0, um telefonische Benachrichtigung. Eine wichtige Bitte der Polizei: Jüngere Familienmitglieder werden gebeten, über den "Enkeltrick" und den "Trick als Bankangestellter" mit ihren älteren Familienmitgliedern zu sprechen und diese über die verwerfliche Betrugsmethode zu informieren und Verhaltensweise abzusprechen. Informationen und einen Flyer zum Thema "Enkeltrick" finden man auf der Internetseite der Polizei Hessen (www.polizei.hessen.de) unter: Vorbeugung, Verhaltensprävention, Trickdiebe. ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969 Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Südhessen Neue Lustgartenstr. 7 64711 Erbach Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Volkmar Raabe Telefon: 06062/953217 o. 0172/6182364 Fax: 06062/953515 E-Mail: volkmar.raabe@polizei.hessen.de Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell

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