Polizeipräsidium Südhessen

PPSH-ERB: Odenwald - Verkehrsunfallstatistik 2006

    Odenwaldkreis (ots) - Keine tödlichen Zweiradunfälle am Krähberg - Zahl der verunfallten Fußgänger um 34 Prozent gesunken

    Im vierten Jahr in Folge wurden auf der L3108 im Bereich der berüchtigten "Rennstrecke" am Krähberg keine tödlichen Verkehrsunfälle mehr registriert. Diese positive Bilanz führt die Polizei mit darauf zurück, dass insbesondere dieser Streckenabschnitt auch im vergangenen Jahr intensiv durch die Polizei überwacht wurde. Neben Geschwindigkeitsmessungen mit Lasergeschwindigkeitsmessgeräten, die die Möglichkeit einer höheren Flexibilität und des häufigeren Standortwechsels bieten, wurden vermehrt ganzheitliche Kontrollen durchgeführt. Dadurch wurden immer wieder technische Veränderungen an den Zweirädern beanstandet, die teilweise auch zur erhöhten Lärmbelästigung beigetragen haben.

    Insgesamt ist in den letzten vier Jahren festzustellen, dass im Zuständigkeitsbereich der Polizeidirektion Odenwald die Verkehrsunfallzahlen rückläufig sind. Der Rückgang an Verkehrsunfällen ist das Ergebnis gezielter präventiver und repressiver Aktionen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit. So ist die Gesamtzahl der Unfälle im Odenwaldkreis im letzten Jahr gegenüber dem Vorjahr um 17 Unfälle auf 1461 Unfälle gesunken. Im Gegensatz dazu ist der Fahrzeugbestand von im Odenwald zugelassenen Fahrzeugen auf 83.839 gestiegen. Außerorts ereigneten sich 575 (693 in 2005) Unfälle und innerorts 886 (785 in 2005) Unfälle.

    Erfreulich ist, dass nur vier Verkehrstote zu beklagen sind, das sind 2 weniger als im Vorjahr. Auch die Zahl der Verkehrsunfälle mit Fußgängern ist von 32 Unfällen auf 21 Unfälle gesunken, das entspricht 34 %. Leider ist die Zahl der Verkehrsunfälle mit Verletzten im Jahr 2006 auf 359 gestiegen, das sind 20 Unfälle mehr als im Vorjahr. Auch die Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Radfahrern stiegen von 30 auf 48 Unfälle. Die Verkehrsunfälle mit Alkohol und Drogen stiegen um 18 %. In Zahlen heißt dies, dass im vergangenen Jahr 87 und im Jahr 2005 insgesamt 69 Unfälle unter Alkohol- und / oder Drogeneinfluss passierten. Bei 354 Unfällen entfernten sich die Fahrzeugführer unerlaubt vom Unfallort, dies ist eine Steigerung von 14 % gegenüber 2005.

    Ziel der Odenwälder Polizei im Jahr 2007 ist es, der negativen Entwicklung im Bereich der Unfälle mit Schwerverletzten entgegenzuwirken. Dies soll durch eine gezielte Überwachung der Straßenverkehrsdelikte und Ordnungswidrigkeiten insbesondere bei den häufigsten Unfallursachen erreicht werden. Als häufigste Unfallursachen gelten weiterhin nichtangepasste und überhöhte Geschwindigkeit, Vorfahrtsverletzungen und Fahrten unter Alkohol- und / oder Drogeneinfluss.

    Um die Unfallzahlen dauerhaft auf niedrigem Niveau zu halten, ist es aber erforderlich, dass auch der einzelne Kraftfahrer durch verantwortungsvolles, rücksichtsvolles und partnerschaftliches Verhalten seinen Beitrag leistet. Verkehrssicherheit und Unfallvermeidung sind gemeinsame Aufgabe aller.


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