Polizeipräsidium Südhessen

POL-SHDD: Stopp dem Fahrradklau - mit Code gegen Diebe Erster Termin in diesem Jahr in Darmstadt Weitere Termine in Südhessen

Fahrrad bei der Codierung der persönlichen Identifikationsnummer

    Darmstadt (ots) - Fahrräder sind nach wie vor begehrte Objekte für Langfinger, auch in Südhessen, wie die neueste Statistik der Polizei zeigt. Die Chance, ein gestohlenes Rad wieder zurück zu bekommen, ist nicht sehr wahrscheinlich. Deshalb muss die Devise lauten: Vorbeugen und das Rad richtig sichern. Immerhin wurden im vergangenen Jahr 3.569 Fahrraddiebstähle registriert (Jahr 2005 = 3.541; Jahr 2004=4.104) -durchschnittlich zehn Fahrräder täglich.

    In der öffentlichen Wahrnehmung wird oftmals der Schaden unterschätzt. Drahtesel für Drahtesel summiert sich der  Fahrradklau auf rund 1,2 Millionen Euro, darunter einige mit einem Wert von mehr als fünftausend Euro.

    Was helfen kann gegen diese Klauerei, das sind Panzerschlösser oder massive Eisenbügel sowie das Anschließen an massive Gegenstände wie Laternenpfähle und Gitter. Das Vorderrad am klassischen Fahrradständer zu befestigen, scheint sinnvoll zu sein. Allerdings hat mancher beim Zurückkommen nur noch das angeschlossene Vorderrad gefunden.

    Geklaut wird, was das Zeug hält - und die Polizei kennt ihre Pappenheimer.

    Es gibt verschiedene Tätergruppen. Die einen tun es wirklich per Gelegenheit. Sie wollen von A nach B, nehmen sich das nächst beste Rad und werfen es in irgendeinen Busch, wenn sie am Ziel sind.   Variante zwei: Gezielt ein Fahrrad suchen, stehlen - und es zu Geld machen. Die dritte Gruppe sind die Professionellen, die hochwertige Fahrräder trotz einigermaßen guter Sicherung stehlen und damit enorm viel Gewinn machen.

    Wer eine Hausratversicherung hat oder eine abschließen möchte, der kann darin auch das Fahrrad versichern - gegen Diebstahl, Vandalismus und Teileklau.

    Auf alle Fälle ist es gut, sein Fahrrad codieren zu lassen. Das basiert auf dem Prinzip, dass es eine Codiernummer für die Gemeinde gibt, für die Straße, für die Hausnummer und für die Initialen des Eigentümers. Mittels eines Spezialgerätes wird die persönliche Identifikationsnummer sichtbar in den Fahrradrahmen eingebracht. Dieser Code gibt der Polizei Hinweise auf den rechtmäßigen Eigentümer. Der Dieb kann mit dieser Nummer nichts anfangen. Bereits in den vergangenen Jahren haben viele Radler dieses Angebot angenommen.

    Die Codierung ist - wie so vieles - nicht hundertprozentig sicher, aber doch ein probates Mittel gegen den Diebstahl. Auch wenn so   mancher Dieb rabiat vorgeht: Den Code kann man wegfeilen und übertünchen, aber letztendlich gefährdet die Stabilität des Fahrrades. Denn an Rahmen ist der Code deutlich sichtbar - inklusive Abschreckungseffekt - angebracht.

    Es gibt Erfahrungen, dass für Diebe solche codierten Fahrräder so gut wie unverkäuflich sind. Den Radfahrern, die Rat suchen, ist der Weg zu Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle zu empfehlen. Die Profis dort haben so manchen guten Tipp gegen den Fahrraddiebstahl - und das zum Nulltarif.

    Die Opferhilfe Südhessen e.V., ein gemeinnütziger Verein, der sich u. a. um die Hilfe für Kriminalitätsopfer kümmert, wird in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Südhessen auch in diesem Jahr die Codierung von Fahrrädern fortsetzen. Für diese Engagement erhebt der Verein eine Gebühr von 15,- Euro. Der Erlös kommt der gemeinnützigen Einrichtung zugute.

    Der nächste Termin ist am kommenden Samstag, 24. März 2007, zwischen 13.00 und 17.00 Uhr auf dem Parkdeck des Polizeipräsidiums Südhessen in der Klappacher Straße. Weitere Termine in Darmstadt, aber auch in Griesheim, Dieburg, Pfungstadt, Ober-Ramstadt und Viernheim sind vorgesehen und werden rechtzeitig bekannt gegeben.


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