Polizeipräsidium Südhessen

PPSH-ERB: Erbach/Höchst - Falscher Bankangestellter aufgetreten und abgeblitzt

    Erbach/Höchst (ots) - Ohne Beute zu erlangen musste ein falscher Bankangestellter am Donnerstag (1.) seine Versuch abbrechen zwei ältere Damen um ihr Ersparten zu bringen. Zunächst versuchte der falsche Bankangestellte um kurz vor 12 Uhr im Erbacher Stadtteil Lauerbach eine alleinstehende Frau um ihre Ersparnisse zu bringen. Sie wollte sich jedoch vor der Geldübergabe mit ihrer Nichte, die vom Steuerfach ist, beraten. Dies veranlasste den Täter zur Aufgabe seines Versuches. Gegen 14 Uhr klingelte dann das Telefon einer älteren Dame in Höchst. Auch sie schöpfte Verdacht. Bei einem weiteren Anruf bei dieser Dame gab sich der Anrufer dann als Kriminalbeamter aus, der einen angeblichen Kollegen in der Wohnung sprechen wollte. Geistesgegenwärtig sagte die Dame, dass sie den Hörer an den gewünschten Kollegen weiterreichen werde. Daraufhin wurde das Gespräch und der Versuch, sie um ihr Erspartes zu prellen, abgebrochen. Wie schon in den Fällen davor gab sich der Anrufer als ein "Bankangestellter" von den Geldinstituten der Opfer aus und "erzählte" den Geschädigten, dass die Bankcomputer zusammengebrochen seien und alle Kontostände auf "Null" seien. Dabei erkundigte er sich fast nebenbei auch nach den Ersparnissen der Opfer. Sodann wurden diese angewiesen, das Geld von einem Sparbuch abzuheben. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, wurde den Geschädigten erklärt, dass sich gesetzliche Grundlagen geändert hätten und sie - sollten sie das Geld nicht abheben - Probleme mit der Steuer bekommen. Weiter dürften sie zu keinem anderen Bankmitarbeiter etwas sagen, dass sie von ihm "als freundlicher Mitarbeiter" angerufen und "gewarnt" worden seien. Da der Täter vermutete, dass sein zweites Opfer Verdacht geschöpft habe, startet er einen Kontrollanruf als Kriminalbeamter, der von dem Opfer so gut gekontert wurde, dass er sein Tun abbrach.

    Auch - oder gerade weil - der Täter diesmal leer ausging, ist anzunehmen, dass er neue Versuche unternehmen wird, gutgläubige Menschen um ihre Ersparnisse zu bringen. Die Polizei rät zur Vorsicht und bittet nochmals um äußerstes Misstrauen bei derartigen Telefongesprächen. Bitte sprechen sie vor solchen Geldtransaktionen mit einer Person ihres Vertrauens oder wenden sie sich gleich an die Polizei. Bei dieser Art des Betruges handelt es sich um eine abgewandelte Form des Enkeltricks. Sowohl beim Enkeltrick wie auch bei der abgewandelten Form wird regelmäßig ein massiver psychischer Druck auf die Opfer aufgebaut. Sollten bei Mitbürgerinnen und Mitbürgern in den letzten Tagen derartige Telefongespräche aufgelaufen sein, bittet die Polizeidirektion Odenwald, Tel. 06062/953-0, um telefonische Benachrichtigung.

    Eine wichtige Bitte der Polizei: Jüngere Familienmitglieder werden gebeten, über den "Enkeltrick" und den "Trick als Bankangestellter" mit ihren älteren Familienmitgliedern zu sprechen und diese über die verwerfliche Betrugsmethode zu informieren und Verhaltensweise abzusprechen.

    Informationen und einen Flyer zum Thema "Enkeltrick" finden man auf der Internetseite der Polizei Hessen (www.polizei.hessen.de) unter: Vorbeugung, Verhaltensprävention, Trickdiebe.


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