Polizeipräsidium Südhessen

PPSH-ERB: Odenwaldkreis - Älteres Ehepaar betrogen

    Odenwaldkreis (ots) - Den diesjährigen Rosenmontag wird ein älteres Ehepaar aus dem Odenwald nicht so schnell vergessen, denn er kostete das Ehepaar 9200 Euro. Gegen 11.30 Uhr rief eine männliche Person bei den Geschädigten an. Er gab sich als ein "Herr Schneider von ihrer Bank" aus und "erzählte" den Geschädigten, dass die Bankcomputer zusammengebrochen seien und alle Kontostände auf "Null" seien. Dabei erkundigte er sich fast nebenbei auch nach den Sparbüchern des Ehepaares. Sodann wurden diese angewiesen, das Geld von einem Sparbuch abzuheben. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, wurde den Geschädigten erklärt, dass sich gesetzliche Grundlagen geändert hätten und sie - sollten sie das Geld nicht abheben - Probleme mit der Steuer bekommen. Weiter dürften sie zu keinem anderen Bankmitarbeiter etwas sagen, dass sie von ihm angerufen und "gewarnt" worden seien. Die Geschädigten hoben aufgrund des Telefongespräches das Geld von ihrem Sparbuch ab. Trotz der Aufmerksamkeit und Nachfrage durch die Bankangestellte, ob sie evtl. durch einen Enkeltrickbetrüger angerufen wurden, bestanden die Geschädigten auf der Auszahlung des Geldes. Zuhause angekommen, rief "Herr Schneider" wieder an und kündigte die Abholung des Geldes durch einen anderen Bankangestellten an. Um die Geldübergabe zu "beschleunigen", teilte er den Geschädigten mit, dass die Polizei bereits unterwegs sei, um das Ehepaar wegen Steuerhinterziehung zu verhaften. Dies sei nur zu vermeiden, wenn sie das Geld dem Bankmitarbeiter unverzüglich übergeben. Unter diesem Druck übergaben die Opfer dem falschen Bankangestellten die abgehobene Summe. Dieser Mann wird wie folgt beschrieben: Dieser Abholer soll ca. 180 cm groß oder kleiner sein, er ist mittleres Alter und von schlanke Figur. Er hat kurz rasierte, dunkle Haare und einen 3-Tage-Bart. Der falsche Bankangestellte spricht hochdeutsch und war zur Tatausführung mit einem dunklen Mantel und insgesamt ordentlich gekleidet.

    Bereits vor knapp einen halben Jahr wurde im Odenwald schon einmal eine Frau Opfer dieser betrügerischen Masche. Damals gab sich der Anrufer als ein Herr "Meinhard" aus. Erst in der letzten Woche hat ein Herr "Schneider" in Trebur versucht, auf diese Art betrügerisch zu Geld zu kommen. Vor einem Vierteljahr trat Herr "Schneider" ebenfalls im Odenwald auf. Seine Beute war damals mehrere tausend Euro.

    Bei dieser Art des Betruges handelt es sich um eine abgewandelte Form des Enkeltricks. Sowohl beim Enkeltrick wie auch bei der abgewandelten Form wird regelmäßig ein massiver psychischer Druck auf die Opfer aufgebaut. Die Polizei warnt vor solchen Anrufen und bittet, auf keinen Fall dem Ersuchen der Anrufer nachzukommen und sich vertrauensvoll an die Polizei zu wenden. Sollten bei Mitbürgerinnen und Mitbürgern in den letzten Tagen derartige Telefongespräche aufgelaufen sein, bittet die Polizeidirektion Odenwald, Tel. 06062/953-0, um telefonische Benachrichtigung.

    Informationen und einen Flyer zum Thema "Enkeltrick" finden man auf der Internetseite der Polizei Hessen (www.polizei.hessen.de) unter: Vorbeugung, Verhaltensprävention, Trickdiebe.


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