Polizeipräsidium Südhessen

POL-SHDD: Nachtrag zu "Provokation eines 15-jährigen Schülers löst Polizeieinsatz aus/Polizei warnt so genannte Trittbrettfahrer" (siehe unsere Pressemeldung vom 15.12.06, 15.17 Uhr)

    Darmstadt (ots) - Auf Wunsch der Stadtteilschule Arheilgen gab Leitender Polizeidirektor Rolf Mai vom Polizeipräsidium Südhessen am Montagvormittag (18.12.06) in der Schule in einer eigens von der Schulleiterin einberufenen Vollversammlung vor Schülern, Lehrern und einer Eltervertreterin einen Rückblick auf die Ereignisse der letzten Woche und ein Statement zum aktuellen Sachstand ab. Anwesend waren auch der Leiter des zuständigen 3. Polizeireviers, Erster Polizeihauptkommissar Thomas Bauer, und der Schulbeauftragte der Stadtteilschule, Polizeihauptkommissar Lothar Helm. Die Schule hatte nach den Ereignissen der letzten Woche im Zusammenhang mit der provozierenden Äußerung eines 15-jährigen Schülers noch weiteren Gesprächsbedarf geäußert. Die Polizei war dem Wunsch der Schule gerne gefolgt, auch um möglichen noch bestehenden Informationsdefiziten entgegen zu wirken.

    Der 15-jährige Schüler ist derzeit von der Schule suspendiert. Er hatte offenbar in Folge einer ihm vorgeworfenen sexuellen Belästigung während des Sportunterrichts im Kreise von Mitschülern und gegenüber der Schulleitung geäußert, "er wolle am Freitag Amok laufen". Er war von der Polizei unmittelbar aufgesucht, in Verwahrung genommen und einem Richter vorgeführt worden. Konkrete Hinweise für die Ernsthaftigkeit seiner Aussagen hatten sich bei den Ermittlungen nicht ergeben. Innerhalb einer betreuten Wohneinrichtung, in der er lebt, wurde er am Freitag (15.12.06) unter Hausarrest gestellt. Inzwischen hat sich der Schüler auch schriftlich für sein Verhalten entschuldigt.

    Leitender Polizeidirektor Mai betonte abschließend, dass dem Verursacher die Kosten des Polizeieinsatzes, die derzeit noch nicht genau beziffert werden können, in Rechnung gestellt werden sollen. Auch ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Frieden durch die Androhung von Straftaten (§ 126 Strafgesetzbuch) sei eingeleitet worden. Mai appellierte an Schüler und Lehrer, sensibel auf Ausgrenzungsversuche zu reagieren und sich nicht zu scheuen, verdächtige Wahrnehmungen dem Klassenlehrer, der Schulleitung bzw. bei der Polizei zu melden. Die Polizei nehme solche Hinweise sehr ernst.


ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen
Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969

Rückfragen bitte an:

Polizeipräsidium Südhessen
Klappacher Straße 145
64285 Darmstadt
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ferdinand Derigs
Telefon: 06151-969 2401
Fax: 06151-969 2405
E-Mail: ferdinand.derigs@polizei.hessen.de

Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Polizeipräsidium Südhessen

Das könnte Sie auch interessieren: