Polizeipräsidium Südhessen

POL-SHDD: Einbrüche im Landkreis - Polizei bietet kostenlose Hinweise zum effektiven Schutz

    Darmstadt-Dieburg (ots) - Die Polizei hat in den beiden vergangenen Tagen im Landkreis Darmstadt-Dieburg mehrere Einbrüche unterschiedlicher Qualität registrieren müssen. Dabei wurden drei Tatverdächtige identifiziert, die für zwei Diebstähle in Frage kommen. In einem Fall hielten gute Sicherungen.

    Einen Computer sollen zwei Jugendliche (16, 17 Jahre alt) am Donnerstagvormittag aus einem Einfamilienhaus in Seeheim weggetragen haben. Beide Beschuldigten geben zwar zu, zum fraglichen Zeitpunkt die Schule geschwänzt zu haben, bestreiten aber heftig den Diebstahl. Einer der Jugendlichen habe die Mutter des Geschädigten durch Klingeln an der Haustür abgelenkt. Der andere sei durch ein Fenster eingestiegen und habe den Computer aus einem Zimmer geholt.

    Reumütig gestand am Donnerstag ein Siebzehnjähriger seiner Betreuerin einen versuchten Einbruch, den er allerdings nach selbst zugefügten Verletzungen abbrach. Nach Darstellung des jungen Mannes, wollte er in einen Pavillon des Bischöflichen Gnadenkonvicts eindringen. Dabei trat er eine Scheibe ein und verletzte sich am Bein. Der Beschuldigte ist bereits mehrmals wegen Eigentums- und Drogendelikten sowie Körperverletzungen auffällig gewesen.

    Dank guter Sicherungseinrichtungen gelang es in der Nacht zum Donnerstag bisher unbekannten Einbrechern nicht, in ein Einfamilienhaus in Klein-Umstadt einzudringen. Die Glasfüllung der Haustür hielt den Schlägen der Unbekannten stand.

    Schmuck, Feuerzeuge, Uhren und einen Möbeltresor erbeuteten Unbekannte in Münster aus der Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses im Weidenweg. Der Gesamtschaden kann noch nicht beziffert werden. Am Donnerstag  hebelten sie zwischen 10.30 und 20.20 Uhr das Schlafzimmerfenster an der Gebäuderückseite auf, nachdem sie eine grüne Mülltonne an das Fenster stellten und einstiegen. Sie durchsuchten alle Zimmer, rissen einen Möbeltresor aus seiner Verankerung und transportierten ihn mit einem Kopfkissenbezug. Um vor überraschender Rückkehr der Bewohner geschützt zu sein, stellten sie einen Flurschrank gegen die Wohnungstür.

    Ebenfalls in Münster stahlen sie aus einem Einfamilienhaus in der Berliner Straße einen DVD-Player. Zwischen 13.30 und 23.40 Uhr hebelten sie eine Terrassentür auf, durchsuchten das ganze Haus und konnten mit ihrer Beute unerkannt entkommen. Einen Zusammenhang mit dem Einbruch im Weidenweg ist wahrscheinlich.

    Eine Terrassentür war es auch in Semd, die Unbekannte in der Nacht zum Donnerstag aufbrachen. Unklar ist, warum die Einbrecher aus dem Zweifamilienhaus in der Lerchenstraße nichts mitnahmen. Sie durchsuchten Räume, rissen Schränke und Schubladen auf und montierten ein Küchenradio ab, ließen aber alles liegen. Ohne Beute verschwanden sie wieder.

    Schmuck im Wert von fünftausend Euro erbeuteten sie am Donnerstag aus einem Einfamilienhaus in Richen. Zwischen 16.45 Uhr und 19.00 Uhr hebelten sie im Hoffeldweg eine Terrassentür auf und konnten mit ihrer Beute unerkannt entkommen.

    Eine Geldkassette mit fünfzehn Euro sowie eine Menge Süßigkeiten stahlen Diebe aus einem Jugendtreff (Auf der Leer) in Dieburg. In der Nacht zum Donnerstag schlugen sie ein Fenster ein und hebelten einen Küchenschrank auf.

    Ein Büro war es in Nieder-Ramstadt, das die Einbrecher in der Nacht zum Donnerstag heimsuchten. Hier stahlen sie einhundert Euro. Offenbar ließen sich die Unbekannten vorher einschließen, brachen diverse Türen, Schreibtische, Schlüsselschränke und einen Tresor auf.

    Hinweise werden an die Polizei, Telefon 06151 - 969 3030, erbeten.

    Die Polizei nimmt die Fälle nochmals zum Anlass, vor Einbrüchen - insbesondere in der "dunklen Jahreszeit" zu warnen und Hinweise zum Schutz zu geben. Niemand will Opfer eines Einbruchs werden. Viele Wohnungen und Häuser sind allerdings nicht genügend gesichert. Für Diebe ist es deshalb leicht, eine Tür, eine Terrassentür oder ein Fenster zu öffnen und Bargeld, Schmuck, technische Geräte, Wertvolles sowie Persönliches   zu stehlen. Aus Studien ist bekannt, dass neben materiellen Verlusten bei Einbruchsopfern weitreichend psychische Folgen haben können, weil sie ihre Wohnungen, ihre Häuser nicht mehr als individuellen sicheren Ort empfinden.

    Um sich vor einem Einbruch zu schützen, reicht schon wenig Aufwand zur effektiven Sicherung. Gute Schlösser, abschließbare Fenster, helles Licht, Bewegungsmelder wirken auf viele Einbrecher abschreckend. Denn je größer der Aufwand ist, in die Wohnung einzudringen, um so geringer ist die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs.

    Die Polizei kommt nicht nur, wenn es bereits passiert ist. Sie berät auch kostenlos und individuell, wenn es um sicheres Wohnen geht. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle stehen gerne für solche Beratungsgespräche zur Verfügung (Telefon 06151 / 969 4030)


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