Polizeipräsidium Südhessen

PPSH-ERB: Kerb-Veranstaltungen halten Polizei auf Trab

    Odenwaldkreis (ots) - Eine Kerb ist eigentlich eine Veranstaltung zum Feiern und geselligen Zusammensein. Dass diese Events von manchen jungen Leuten immer wieder zum Anlass genommen werden, um ihre Aggressionen  auszuleben, davon kann die Polizei im Odenwaldkreis am letzten Wochenende berichten:

    In der Nacht zum Samstag riefen die Ausrichter der Zeller Kerb um Hilfe. Um kurz vor 03:00 Uhr wollte man einige Randalierer des Zeltes verweisen, weil eine größere Schlägerei zu befürchten war. Diese verzogen sich erst, als die Polizei bereits auf dem Weg war und entgingen so einer Überprüfung. Das gleiche Problem hatte man in Brensbach bei der Kerb-Party in der Grundschule. Hier rottete sich eine Gruppe von ca. 40 Personen angetrunken und renitent zusammen, so dass der dort eingesetzte Sicherheitsdienst Schlimmes befürchten musste. Mehrere Polizeistreifen -auch aus den umliegenden Dienststellen- waren erforderlich, um die Meute zum friedlichen Abzug zu bewegen, nachdem Platzverweise erteilt wurden. Ob ein zerkratztes Auto eines Kerbbesuchers mit diesen Vorfällen in Zusammenhang steht, ist   wahrscheinlich.

    Kaum dass hier die Ruhe hergestellt war, erreichte die Polizeistation in Erbach ein Notruf aus  Ober-Kinzig vom Festplatz am Kalkofen. Etwa 20 Personen waren hiergegen 03:50 Uhr in eine Schlägerei verwickelt. Als die Beamten eintrafen, hatten die drei Hauptaggressoren das Weite gesucht, es soll sich um jugendliche Übersiedler aus der ehemaligen Sowjetunion handeln. Verletzt wurde niemand, allerdings war den verbliebenen Gästen das Feiern vergangen.

    Am Samstagabend wurden die Höchster Beamten nach Rai-Breitenbach gerufen. Einem 18-jährigen aus Lützelbach war von einem Unbekannten eine Flasche ins Gesicht geschlagen worden. Er erlitt hierdurch eine kleine Schnittwunde im Gesicht. Da der junge Mann stark unter Alkoholeinwirkung stand, konnte er weder den Tatablauf  schildern noch den Täter beschreiben. Es erforderte Überzeugungsarbeit, dass er sich überhaupt von einem Arzt behandeln ließ. Wer der unbekannte Täter war, konnten die Polizisten nicht in Erfahrung bringen.

    Erst am nächsten Tag meldete sich ein Besucher der Kerb in Mümling-Grumbach  zur Anzeigenerstattung. Er war am Samstagnachmittag von einem 30-jährigen derart mit Fäusten malträtiert worden, dass er seine Schädel- und Jochbeinprellungen im Krankenhaus behandeln lassen musste. Angeblich habe sich der Geschädigte der Freundin des Schlägers  genähert.

    Um 05:30 Uhr am Sonntagmorgen musste erneut in Zell eingegriffen werden. Ein betrunkener Kerbgast  hatte Bänke und Tische mit Gläsern umgeworfen und wollte das Zelt nicht verlassen. Den angerichteten Schaden war er schon gar nicht bereit, zu begleichen. Durch Schlichtung der Polizisten wurden die zerbrochenen Gläser ersetzt, dem Zecher Platzverweis erteilt, worauf ihn seine Freunde nach Hause brachten.


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