Polizeipräsidium Südhessen

POL-SHDD: DNA-Analyse klärt sexuelle Nötigung aus dem Jahr 2003
Sechsundzwanzigjähriger in Untersuchungshaft
Weiterer Vorfall in Michelstadt
Überfallartige Angriffe

    Groß-Umstadt / Michelstadt (ots) - Die Polizei hat dieser Tage einen 26 Jahre alten Mann aus Michelstadt festgenommen, der dringend verdächtig wird, sich an zwei Frauen vergangen zu haben.  Nach Einschätzung der Ermittlungsbehörden konnte eine sexuelle Nötigung aus dem Jahr 2003 in Groß-Umstadt mit Hilfe der DNA-Analyse aufgeklärt worden ist. Der zweite Vorfall ereignete sich in der Nacht zum 1. April 2006 in Michelstadt.

    Inzwischen hatte die Staatsanwaltschaft Darmstadt Haftbefehl wegen des Verdachts der zweifachen sexuellen Nötigung und der Wiederholungsgefahr beantragt. Der Haftrichter schickte den Beschuldigten in Untersuchungshaft.

    In der Nacht zum 1. April 2006 wurde in Michelstadt eine 40-jährige Deutsche von einem zunächst unbekannten Mann sexuell bedrängt. Beide kannten sich nicht und hielten sich unabhängig voneinander in einer Gaststätte auf. Sowohl der Tatverdächtige als auch die Geschädigte verließen das Lokal in einem kurzen zeitlichen Abstand. In Nähe des Lokals kam es zwischen Beiden zu einem Kontakt, bei dem der Beschuldigte die Frau plötzlich angriff und massiv sexuell belästigte. Die Geschädigte konnte sich befreien. Die herbeigerufene Polizei nahm den Michelstädter unweit des Tatortes fest.

    Bei seiner Vernehmung räumte der Beschuldigte den sexuellen Kontakt zwar ein, sagte jedoch, die Frau sei damit einverstanden gewesen. Nach erkennungsdienstlicher Behandlung und Speichelprobe wurde der Mann wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen gegen ihn liefen jedoch weiter.

    Sein DNA-Profil wurde in der Analysedatei abgeglichen und führte zur Aufklärung des Vorfalls aus dem Jahr 2003. Danach ist der Sechsundzwanzigjährige dringend verdächtig, eine inzwischen 43 Jahre alte polnische Touristen am 21.9.2003 in Groß-Umstadt im Bereich der Kirchberger Straße nach dem Besuch des Winzerfestes überfallartig angegriffen und sexuell genötigt zu haben. (Über den Vorfall hatten wir damals berichtet).

    Nach seiner erneuten Festnahme räumte der Beschuldigte den sexuellen Kontakt mit beiden Frauen ein, blieb aber bei seiner Darstellung des jeweiligen Einverständnisses. Seine Angaben waren insgesamt widersprüchlich. Für Ermittlungsbehörden sind die Angaben der Frauen glaubhaft.


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