Polizeipräsidium Südhessen

PPSH-ERB: Landesstraße 3259 / Lützel-Wiebelsbach - Rai-Breitenbach - Verdacht des versuchten Versicherungsbetrugs

Lützel-Wiebelsbach - Rai-Breitenbach (ots) - Bereits von Mittwoch auf Donnerstag wurde eine Streife der Polizeistation Höchst zu einem Wildunfall zwischen Lützel-Wiebelsbach und Rai-Breitenbach gerufen. An der vermeintlichen Unfallstelle stand ein beschädigter Personenwagen. Der Fahrer kam sogleich zur Streife und schilderte, dass ein Tier, die Art konnte er nicht sagen, die Straße überquerte und mit seinem PKW kollidierte. Das Tier sei nach der Kollision nach rechts weggelaufen. Der PKW habe einen leichten Frontschaden. Die Beamten nahmen das Fahrzeug in Augenschein und stellten ebenfalls die geschilderten Beschädigungen fest. Weiterhin wurde am Kennzeichen und auf dem Stoßfänger Blut festgestellt. Auf der Motorhaube lag Gras und Laub. Doch dann wendete sich das bis dahin eindeutige Unfallbild, denn beim näheren Betrachten durch die geschulten Blicke der Beamten fiel auf, dass keine Tierhaaranhaftungen oder Borsten an dem Fahrzeug festzustellen waren. Auch sah das Blut eher wie Ketchup aus. Sollten die eingesetzten Beamten vielleicht einem Reality-TV-Sender auf den Leim gegangen sein? Oder macht Hollywood Nachtaufnahmen zu einen Actionfilm und der Mitteiler hat die Situation nur falsch interpretiert? Zur weiteren Abklärung wurde der zuständige Jagdberechtigte von der Polizei hinzugezogen. Auch er war der Meinung, dass hier vermutlich kein tatsächlicher Wildunfall vorliege. Zur Bekräftigung seiner Vermutung machte er eine Geschmacksprobe der angeblichen Blutanhaftungen und kam zu der Ansicht, dass die Flüssigkeit am Kennzeichen kein Wildblut, sondern Ketchup sei. Um sicher zu gehen, rief er seinen Jagdkollegen mit seinem Schweißhund zur Unfallstelle, um eine Nachsuche durchzuführen. Der Hund konnte aber keine Fährte aufnehmen, weil er eben auf Tierblut abgerichtet ist. Daraufhin wurde eine zweite Geschmacksprobe genommen. Ergebnis: Diese Spur sei Ketchup. Da von den Beamten auch keine "versteckte Kamera" entdeckt werden konnte, gehen die Ermittler von dem Verdacht des versuchten Versicherungsbetruges aus. ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969 Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Südhessen Neue Lustgartenstr. 7 64711 Erbach Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Volkmar Raabe Telefon: 06062/953217 o. 0172/6182364 Fax: 06062/953515 E-Mail: volkmar.raabe@polizei.hessen.de Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell

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