Polizeipräsidium Südhessen

PPSH-HP: Vermisstenfall Akin KASIKCI als Kapitalverbrechen aufgeklärt Pressemitteilung-Nr. 532 vom 16.12.2005

Heppenheim (ots) - Die beigefügte Pressemitteilung wird durch das PP Südhessen weitergeleitet: Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Mannheim und der Polizeidirektion Heidelberg Vermisstenfall Akin KASIKCI als Kapitalverbrechen aufgeklärt - einbetonierte Leiche am späten Mittwochabend in Bensheim aufgefunden - Staatsanwaltschaft erwirkt gegen 25-jährigen (dritten) Tatverdächtigen Haftbefehl Weinheim/Bensheim: Der am 7. November als vermisst gemeldete 24jährige Akin KASIKCI aus Weinheim ist einem Kapitalverbrechen zum Opfer gefallen. Am späten Mittwochabend fanden Beamte der bei der Heidelberger Kriminalpolizei zur Aufklärung des Falles eingerichteten Ermittlungsgruppe (EG 400) im Keller eines Hauses in Bensheim die Leiche des 24-Jährigen. Sie war in einer Grube einbetoniert. Zur Bergung des Leichnams aus dem Beton musste schweres Werkzeug eingesetzt werden. Parallel zu der Durchsuchung in Bensheim war der 25jährige Besitzer einer neben dem Fundort gelegenen Autowerkstatt vorläufig festgenommen und bei der Ermittlungsgruppe vernommen worden. Er steht im dringenden Verdacht, bei der Tötung von Akin KASIKCI dabei gewesen zu sein. Auf diesen Verdächtigen waren die Ermittler bei ihren allgemeinen Abklärungen des persönlichen Umfelds von Akin KASIKCI bzw. der am 6. Dezember in Mainz festgenommenen 29-jährigen Türken und 31-jährigen Serben gekommen, die in dieser Sache bereits in Untersuchungshaft sitzen. Bei den im Anschluss an das Auffinden der Leiche geführten Recherchen hat sich das ursprüngliche Ermittlungsergebnis bestätigt, dass es in der Nacht des Verschwindens ( Freitag, 4. November auf Samstag, 5. November ) im Bereich Bensheim zu einem Treffen zwischen Akin KASIKCI und den in Mainz festgenommenen Tatverdächtigen gekommen war. Den neuen Erkenntnissen zufolge war bei diesem Treffen auch der 25-jährige türkische Werkstattbesitzer aus Bensheim dabei. Zu diesem Treffen waren die Beteiligten in verschiedenen Pkw in den Bereich Bensheim gefahren und dort in einen bislang noch nicht ermittelten weiteren Pkw umgestiegen. In diesem wurde Akin KASIKCI auf der Fahrt durch Bensheim erschossen, wo genau, ist noch nicht bekannt. Als Tatwaffe kommt die tschechische Pistole in Frage, die am 6. Dezember bei dem 29-Jährigen Türken in Mainz aufgefunden worden war. Entsprechende kriminaltechnische Untersuchungen sind eingeleitet, ein Ergebnis liegt noch nicht vor. Die Obduktion der Leiche wird am Freitag im Institut für Rechtmedizin der Universität Heidelberg durchgeführt, von ihrem Ergebnis erhoffen sich die Ermittler weitere Details des Tatablaufes. Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass das Treffen von den Beschuldigten bewusst herbeigeführt worden war, um KASIKCI zu töten. Hintergrund sind Geldforderungen, die KASIKCI an den 29-jährigen Türken hatte. Soweit bislang bekannt, hatten die Beteiligten in der Vergangenheit eine größere Anzahl von Verkehrsunfällen fingiert und Versicherungsgesellschaften betrogen. Im Zusammenhang mit einem im September 2005 fingierten Unfall waren KASIKCI und der 29-jährige Verdächtige in Streit geraten; KASIKCI fühlte sich von seinem Komplizen offenbar betrogen und forderte Geld von ihm. Weitere Erkenntnisse deuten darauf hin, dass neben dem Treffen und der Tötung von KASIKCI auch die Beseitigung der Leiche durch Einbetonieren in einer Grube von vorneherein geplant war. Neben der kriminaltechnischen Untersuchung des Leichenfundortes wird Gegenstand der in den nächsten Tagen noch anstehenden Ermittlungen die Auswertung des Obduktionsergebnisses und der Untersuchung der mutmaßlichen Tatwaffe sein. Darüber hinaus werden die Beschuldigten sowie weitere Zeugen vernommen. Abgeschlossen ist die Spurensuche an/in dem silbernen Mercedes, mit dem Akin KASIKCI am 4. November zu dem o.g. Treffen gefahren ist. Dieser Wagen war, so die Erkenntnisse der Ermittler, von dem 31-jährigen Serben vom Tatort nach Heilbronn-Biberach gefahren worden, um die Ermittlungsbehörden von Bensheim abzulenken. Die Auswertung der aufgefundenen Spuren dauert noch an. ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969 Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Südhessen Polizeidirektion Bergstraße Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Weiherhausstraße 21 64646 Heppenheim Karl Jungmann Telefon: 06252-706 233 E-Mail: poea@pp-sh-pd-bergstrasse.de Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell

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