Polizeipräsidium Südhessen

POL-SHDD: Rote Ampel
Kokain in der Unterhose
Zehntausend Euro im Kleiderschrank

    Darmstadt (ots) - Sechzigmal war er seit 1991 in Darmstadt und der näheren Umgebung auffällig. Dabei ging es immer wieder um Drogengeschäfte, Sachbeschädigungen und Eigentumsdelikten. Jetzt wurde der 27 Jahre alte, in Pfungstadt wohnende Türke, in Darmstadt erneut festgenommen. Aufgefallen war er in der Nacht zum Sonntag in Darmstadt. Dort fuhr er gegen 02.20 Uhr in der Heinheimer - / Kranichsteiner Straße bei rot über die Kreuzung und wurde anschließend von einer Polizeistreife kontrolliert. Unterwegs war er mit einem Lancia seines Freundes, um seine Freundin zu besuchen.

    Dabei stellte sich zunächst heraus, dass die Tageskennzeichen abgelaufen waren, der Siebenundzwanzigjährige keine Fahrerlaubnis hatte und er deutlich unter Alkoholeinfluss stand. Doch damit noch nicht genug: Zwischen den beiden vorderen Sitzen fischten die Polizisten 1,4 Gramm Kokain und aus dem Kofferraum eine Sporttasche mit 43 verpackten T-Shirts der Marke "Diesel". Bei seiner Durchsuchung im Schlossrevier fanden die Beamten ein weiteres Päckchen mit 18 Gramm Kokain in seiner Unterhose versteckt.

    Bei der Durchsuchung seiner Wohnung schlug der Drogenhund an dem Schlafzimmerschrank an. Dort fahnden die Fahnder zwar kein Rauchgift, dafür aber knapp zehntausend Euro.

    Bei seiner Vernehmung gab sich der Beschuldigte redselig. Nach Einschätzung der Ermittler standen dabei wohl mehr blumenreiche Geschichten im Vordergrund, die weniger zur Wahrheitsfindung beitrugen. Woher die T-Shirts stammen, wisse er nicht, sagte der Siebenundzwanzigjährige, auch nicht, dass die Kleidung im Kofferraum deponiert war. Erst recht habe er keine Ahnung über die Drogen. Dies habe er, obwohl er gar nicht wusste, was in dem Beutel war, aus Angst in seine Unterhose gesteckt, als er kontrolliert wurde. Die Euros in dem Kleiderschrank seien für seinen kranken Bruder in der Türkei bestimmt.

    Inzwischen ist der Beschuldigte, der selbst drogenabhängig ist, wegen fehlender Haftgründe für die Untersuchungshaft auf freiem Fuß. Er wird sich allerdings wegen einer ganzen Reihe von Delikten erneut strafrechtlich zu verantworten haben.


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