Polizeipräsidium Südhessen

POL-SHDD: Taschendiebstähle - Festnahme - Untersuchungshaft - Platzverweise

    Darmstadt (ots) - Zivilfahnder der Polizei haben am vergangenen Samstag in der Innenstadt einen 50-jährigen Algerier unmittelbar nach einem Taschendiebstahl festgenommen. Der Mann verhielt sich verdächtig, ging gegen 16.00 Uhr in ein Geschäft der Ernst-Ludwig-Straße und versuchte dort gleich mehrmals hintereinander, mehreren Kunden das Geld aus der Tasche zu ziehen, ohne dass die Geschädigten davon etwas bemerkt hatten. In einem Fall gelang es ihm. Die Polizisten sahen den Vorfall und wollten zugreifen. Der Mann erkannte sofort die Situation und rannte durch die Fußgängerzone, um in der Menschenmenge unterzutauchen. Diese Absicht blieb aber nur bei dem Versuch. Die Beamten nahmen den Beschuldigten in einem Hof in der Schulstraße fest. Unterwegs hatte er die Geldbörse weggeworfen, die der 68-jährigen Geschädigten aus Frankfurt zurückgegeben werden konnte.

    Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen „alten Bekannten“. Der Mann ist drogenabhängig, wohnsitzlos und seit 1991 in 28 Fällen hauptsächlich wegen Eigentumsdelikten auffällig. Jetzt ist der Fünfzigjährige in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft hatte Haftbefehl beantragt. Der Haftrichter folgte am Ostersonntag dem Ersuchen.

    Bereits am vergangenen Donnerstag hatten die Fahnder zwei Kinder als Taschendiebe identifiziert, die zuvor am Luisenplatz ihr Unwesen trieben. Die beiden zehn- und zwölfjährigen Jungen konnten trotz intensiver Fahndung nicht festgenommen werden. Sie hatten unmittelbar nach dem Diebstahl, bei dem sie vierhundert Euro erbeutet hatten, offensichtlich das Stadtgebiet verlassen. Die beiden Kinder arbeiteten diszipliniert und organisiert im Team. Eines versperrte der Geschädigten wie zufällig den Weg zur Straßenbahn, das andere öffnete blitzschnell die Tasche und stahl daraus die Geldbörse. Passanten wurden auf den Vorfall aufmerksam und hielten kurze Zeit später einen der Jungen, der offensichtlich in die Tasche gegriffen hatte, fest. Dieser beteuerte seine Unschuld und hatte keine Beute einstecken. Die Zeugen ließen das Kind los, zumal mehrere andere Personen – offenbar die Situation falsch einschätzend – dem Jungen zu Hilfe eilen wollte. Der junge Beschuldigte eilte zusammen mit seinem älteren Komplizen von dannen. Die Tatsache, dass der Zehnjährige kein gestohlenes Geld mehr einstecken hatte, bestätigt die Erfahrung der Polizei auch in diesem Fall, dass Sekunden reichten, um die Beute an unbekannte Dritte weiterzugeben. Kein Zweifel bestand darüber, dass die beiden Kinder tatsächlich als Taschendiebe agierten. Über die beiden Kinder gab es sehr detaillierte Beschreibungen. Ungeachtet dessen waren die beiden Jungen bisher mehr als ein Dutzend Mal in ähnlicher Weise auffällig gewesen.

    Fast zeitgleich hatten die Fahnder im Carree eine junge Frau und ein Mädchen vorläufig festgenommen. Die Neunzehn- und Dreizehnjährige traten dort als Zeitungsverkäuferinnen auf und konnten sich nicht ausweisen. Nach Personenüberprüfungen konnte die Identität festgestellt werden. Dabei kam heraus, dass die Ältere schon mehrmals als Taschendiebin in Erscheinung getreten war. Beide erhielten Platzverweise.


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