Polizeipräsidium Südhessen

POL-SHDD: Südhessen. 16 Festnahmen auf südhessischen Autobahnen und Bundesstraßen - Erneut erfolgreicher Konzeptionseinsatz „Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“

Darmstadt (ots) - Das Thema „Alkohol und Drogen im Straßenverkehr“ war erneut Anlass für einen Konzeptionseinsatz der Beamten der Verkehrsdirektion im Polizeipräsidium Südhessen in der Zeit von Montagabend (13.12.04) bis Dienstagmorgen (14.12.04). Unterstützt wurden die Maßnahmen durch die Hessische Bereitschaftspolizei.

Die Kontrollen sind Bestandteil des Verkehrssicherheitsprogramms „Kontrolliert und Sicher!“ zur Verringerung der Unfallzahlen. Insgesamt wurden 191 Fahrzeuge und 258 Personen überprüft. Neben Verkehrsverstößen wurden auch Straftaten und Ordnungswidrigkeiten aus anderen Deliktsbereichen entdeckt und zur Anzeige gebracht. 16 Personen wurden vorläufig festgenommen, zahlreich Blutentnahmen durchgeführt und verschiedene Gegenstände sowie Rauschgift sichergestellt.

Darmstadt/Landkreis Darmstadt-Dieburg. In Darmstadt-Arheilgen wurde bei einer Kontrolle auf der Bundesstraße 3 ein 43 Jahre alter Mann festgenommen. Der Darmstädter stand offensichtlich unter Alkoholeinfluss, ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,47 Promille. Im Rahmen weiterer Überprüfungen stellte sich heraus, dass der 43-Jährige seit zehn Jahren keine gültige Fahrerlaubnis mehr besitzt. Nach einer Blutentnahme wurde er wieder entlassen.

Ein 34-jähriger Rollerfahrer aus Darmstadt fiel gegen 22.00 Uhr in der Eschollbrücker Straße mit stark überhöhter Geschwindigkeit auf. Der Mann, der keinen Führerschein vorweisen konnte, gab an, er sei im Besitz einer marokkanischen Fahrerlaubnis. Der Versuch, eine Plastikflasche mit Methadon vor den Beamten zu verbergen, misslang. Der 34-Jährige hatte die Flasche kurz vor der Kontrolle in den angrenzenden Wald geworfen. Ein daraufhin veranlasster Drogen-Vortest verlief positiv. Auch er musste sich einer Blutentnahme unterziehen. Sein Roller wurde aufgrund der unzulässigen baulichen Veränderungen sichergestellt.

220 Gramm Khat, eine auch in Deutschland verbotene Droge, die ansonsten überwiegend im ostafrikanischen Raum Verwendung findet, wurden im Gepäck eines 41 Jahre alten Mannes aus Stuttgart aufgefunden. Der Kenianer war Beifahrer eines Fahrzeugs, das auf der Bundesstraße 42 in der Gemarkung Weiterstadt überprüft worden war. Der 41-Jährige wurde festgenommen und erkennungsdienstlich behandelt.

Landkreis Groß-Gerau. Im Bereich der Bundesautobahn 67, Anschlussstelle Rüsselheim-Ost, wurden ein 25-jähriger Marokkaner und ein 22 Jahre alter Deutscher – beide wohnen in Rüsselsheim und sind polizeibekannt – festgenommen. Bei dem augenscheinlich unter Betäubungsmitteleinfluss stehenden 22- jährigen Fahrer wurde eine Blutentnahme angeordnet. Er führte typische Utensilien, die zum Konsum bestimmter Drogen benötigt werden, mit sich. Im Beifahrerfußraum wurden verschiedene Werkzeuge, die auch für Einbrüche verwendet werden können – Schraubendreher, Glasschneider, Glashammer, Ausziehkrallen und Zangen – entdeckt. Beide Männer wurden festgenommen und erkennungsdienstlich behandelt, der Fahrzeugführer musste sich einer Blutentnahme unterziehen. Weitere Überprüfungsergebnisse stehen noch aus.

Ein – wie sich bei der späteren Kontrolle herausstellte – ebenfalls unter Betäubungsmitteleinfluss stehender Fahrer fiel der Besatzung eines Fahrzeugs für mobile Verkehrs- und Geschwindigkeitsüberwachung auf der Bundesautobahn 5 auf. Der 23-Jährige überholte mit teilweise stark überhöhter Geschwindigkeit auch von rechts wechselnd mehrere Fahrzeuge auf dem mehrspurigen Autobahnabschnitt. Der Fahrzeugführer fuhr äußerst dicht auf andere Verkehrsteilnehmer auf – auch eine Sperrfläche am Frankfurter Kreuz stellte für ihn kein Hindernis zum Überholen dar. Nachdem der Mann angehalten werden konnte, ergab sich der Verdacht, dass er zuvor Betäubungsmitte konsumiert hatte. Erhärtet wurde dies durch einen positiven Drogen-Vortest. Der Führerschein des 23- Jährigen wurde sichergestellt, eine Blutentnahme angeordnet.

Auch ein 25 Jahre alter Mann, der an einer Kontrollstelle auf der Bundesstraße 486 in Mörfelden angehalten wurde, musste eine Blutentnahme über sich ergehen lassen. Nachdem der Verdacht, dass er Drogen eingenommen hatte, im Raum stand, gab er an, kurz zuvor einen Joint geraucht zu haben. Die Weiterfahrt wurde untersagt und eine Blutentnahme auf der Polizeistation Rüsselheim durchgeführt.

Wegen des Verdachts der illegalen Arbeitsaufnahme wird gegen einen 25 Jahre alten Afghanen ermittelt, der ebenfalls in Mörfelden kontrolliert wurde. Sein Lkw war aufgefallen, da das hintere amtliche Kennzeichen fehlte und das vordere Kennzeichen hinter der Windschutzscheibe lag. Der in Mörfelden-Walldorf wohnende Mann konnte keine Ausweispapiere vorlegen. Im Rahmen der Überprüfung an seiner Wohnanschrift zeigte er den Beamten eine Duldung der Ausländerbehörde, eine Arbeitserlaubnis konnte er bislang nicht vorweisen. In diesem Fall dauern die Ermittlungen an.

Auf der Bundesautobahn 67, Höhe Kilometer 19, Fahrtrichtung Köln, stellten die Fahnder beim Führer eines Klein-Lkw Alkoholgeruch fest, ein Alkoholtest ergab einen Wert von 0,87 Promille. Auch in diesem Fall wurde eine Blutentnahme angeordnet. Gegen den 35-jährigen Fahrer aus Büttelborn wurde ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. In der Nähe, Höhe Anschlussstelle Rüsselsheim-Ost, wurden ein 23-jähriger Mann aus Dienheim und ein 34-Jähriger aus Mörfelden- Walldorf kontrolliert. Der 23 Jahre alte Mann wird sich wegen Besitzes eines verbotenen Gegenstands in einem Strafverfahren zu verantworten haben. Bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs im Rahmen der Kontrolle wurde ein nach dem Waffenrecht verbotenes sogenanntes Fallmesser entdeckt und sichergestellt. Der Mann wurde noch vor Ort vernommen und dann wieder entlassen. Der polizeibekannte 34-Jährige war Beifahrer in einem anderen Fahrzeug, das eine knappe Stunde später einer Überprüfung unterzogen wurde. In seinem Portemonnaie entdeckten die Beamten einen gefälschten 50-Euro-Schein und eine geringe Menge Heroin. Der 34-Jährige wurde sowohl wegen dem Falschgelddelikt, als auch wegen des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln angezeigt und erkennungsdienstlich behandelt.

Zu mehreren Festnahmen führte die Kontrolle von fünf jungen Männern im Alter von 16 bis 21 Jahren, die in einem Fahrzeug auf der Bundesautobahn 67 in Richtung Mannheim fuhren. Bis auf den 16-jährigen mazedonischen Staatsangehörigen sind alle Pkw-Insassen polizeibekannt. Ein 18-jähriger algerischer Staatsangehöriger hatte ein entwendetes Handy, der 18-jährige deutsche Fahrzeugführer Haschisch mit einem Gewicht von 12 Gramm in seiner Tasche. Im Fußraum vor der Rückbank des Autos lag ein 33 Gramm schwerer Haschischbrocken, der bislang nicht zugeordnet werden konnte. Alle fünf Personen wurden festgenommen, drei Männer erkennungsdienstlich behandelt. Der Fahrzeugführer musste sich einer Blutentnahme unterziehen, da der Verdacht bestand, dass er sein Fahrzeug unter dem Einfluss berauschender Mittel geführt hatte. Die Ermittlungen dauern an.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt-Dieburg

Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969

Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt-Dieburg

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klappacher Straße 145
64285 Darmstadt
Marcus Jungermann
Telefon: 06151-969-2412
Fax: 06151-969-2405
Email:

Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Polizeipräsidium Südhessen

Das könnte Sie auch interessieren: