Polizeipräsidium Südhessen

POL-SHDD: FAKT auch in Südhessen erfolgreich Acht Festnahmen Waffen beschlagnahmt 924 Männer und Frauen überprüft, 528 Fahrzeuge kontrolliert Bevölkerung reagiert überwiegend positiv

    Darmstadt (ots) - SÜDHESSEN. Beamte des Polizeipräsidiums Südhessen haben am Donnerstagnachmittag zwei Männer auf dem Parkplatz eines großen Möbelhauses an der A 5 bei Weiterstadt (Landkreis Darmstadt-Dieburg) festgenommen und möglicherweise Straftaten verhindert. Was die beiden 35- und 49-Jährigen vorhatten, blieb bisher im Dunkeln. Fest steht, dass die Fahnder im Seat Alhambra eine Schrotflinte, mehrere Messer, Fernglas, Mützen, weiße Stoffhandschuhe und Lederhandschuhe fanden. Eine befriedigende Erklärung zu diesen Utensilien, die sichergestellt wurden, konnten die beiden Berliner nicht geben. Der Polizei sind sie allemal wegen Trick- und Bandendiebstahl, Kreditkartenbetrug und Waffendelikten hinlänglich bekannt. Einsatzkräften der Polizei war dieses Fahrzeug aufgefallen. Nach kurzer Observation kam es zu den Festnahmen, als die beiden zu ihrem Pkw zurückkehrten.

    Die südhessischen Einsatzkräfte nahmen im Laufe der Abend- und Nachtstunden in Darmstadt, Weiterstadt, Rüsselsheim und Lampertheim, u. a. bei Razzien in Spielotheken und Gaststätten, sechs weitere Männer im Alter zwischen 19 und 46 Jahren fest. Die Delikte: Drogenbesitz, Hehlerei, Verstöße gegen das Ausländer- und Waffengesetz, wobei die Nationalität der Festgenommenen noch unklar ist. Vier waren mit Haftbefehlen zur Aufenthaltsermittlung gesucht worden.

    Die Polizei überprüfte 924 Männer und Frauen, kontrollierte 528 Fahrzeuge. Dabei kamen sechs Verkehrsstrafanzeigen, 227 Ordnungswidrigkeiten, nahezu alle wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen, 102 Verwarnungen und zwei Fahrverbote heraus.

    Das ist die vorläufige Bilanz des südhessischen Teils eines landesweiten Polizeieinsatzes. Vorläufig deshalb, weil Stunden nach der großangelegten Aktion die Auswertung der Festnahmen und die Erkenntnisgewinnung aus den Razzien und anderen Überprüfungen sowie Kontrollen noch nicht abgeschlossen ist.

    Der südhessische Einsatzleiter, Kriminaloberrat Holger Warnow wertete den über 24-Stunden-Einsatz allerdings schon jetzt als einen Erfolg. Bedingt durch die Winterzeit musste das Polizeipräsidium in den vergangenen Wochen erneut steigende Fallzahlen bei Wohnungs- und Geschäftseinbrüchen registrieren. Die erkennbaren Schwerpunkte lagen dabei in der Stadt Darmstadt und den Landkreisen Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau. Erfreulich ist der Umstand, dass Autoaufbrüche sowie Taschen- und Trickdiebstähle diesen Trend nicht bestätigen. Die laufenden Sonderprogramme zeigen hier erste Erfolge.

    Trotz sinkender Unfallzahlen ist die Zahl der Getöteten und Schwerverletzten deutlich angestiegen. Analysen ergaben eindeutig, dass überhöhte Geschwindigkeiten, nicht selten in Verbindung mit Alkohol und Drogen, eine der Hauptunfallursachen ist. Es war keine neue, jedoch immer wieder bestätigende Erkenntnis, dass häufige Kontrollen sich günstig auf das Verkehrsunfallgeschehen auswirken.

    Der „ganzheitliche Polizeieinsatz“, so Warnow, war deshalb nur die logische Konsequenz aus Erkenntnisgewinnung und Erfahrung. Mobile und stationäre Fahndungen, Kontrollen auf Autobahnen und Schnellstraßen, Observationen in gefährdeten Wohngebieten, zivile und uniformierte Fußstreifen, Kontrollen an Strecken, die häufig durch Straftäter genutzt werden, Razzien an einschlägigen Orten waren nur einige der polizeilichen Maßnahmen.

    Obwohl ein regionaler Fernsehsender sowie andere Medien über die laufende Aktion vorab berichtet hatten, gelang es potentielle Straftäter zu verunsichern und immerhin acht Personen festzunehmen, Verkehrsstraftaten und Ordnungswidrigkeiten zu verfolgen, Waffen sicherzustellen, weitere Erkenntnisse zur Straftatenaufklärung in vielen Deliktsbereichen zu gewinnen und damit das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken.

    Die Bevölkerung reagierte an den Kontrollstellen größtenteils positiv auf die Polizeiaktion. Während manche sich nervig an der Vorweihnachtshektik beteiligten, zeigten sie dennoch Verständnis für ihre eigenen Überprüfungen. Dies lag auch daran, dass freundliche Polizistinnen und Polizisten den Hintergrund dieser Aktion erklärten. Somit wurde zumindest den meisten bewusst, dass sie selbst ein Teil zu der gewünschten Sicherheit beigetragen hatten.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt-Dieburg

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