Polizeipräsidium Südhessen

POL-SHDD: Mutmaßliche Drogenhändler in Südhessen und Französisch-Guayana festgenommen
Deutsche Frauen mit zweijährigem Kleinkind als Drogenkuriere
7,6 Kilo Kokain sichergestellt

    Darmstadt (ots) - Gemeinsame Erklärung der Staatsanwaltschaft Darmstadt und des Polizeipräsidiums Südhessen

    Südhessen. Drogenfahnder des Polizeipräsidiums Südhessen haben in Zusammenarbeit mit der französischen Polizei und ihren Kollegen in Französisch-Guayana sechs Männer und zwei Frauen in den vergangenen Tagen festgenommen. Den Beschuldigten wird zur Last gelegt, organisiert und umfangreich mit Kokain gehandelt zu haben. Den Behörden gelang es damit, den Aktionsradius der Beschuldigten im Rhein-Main- Gebiet zu zerstören.

    Die Darmstädter Fahnder ermitteln seit wenigen Wochen wegen des Verdachts des Kokainhandels gegen einen mutmaßlichen 25-jährigen Deutschen aus Weiterstadt. Schon frühzeitig geriet der Mann, der als Drahtzieher und Organisator für den Einfuhrschmuggel aus Französisch- Guayana gilt, in das Visier der Ermittler. Dabei wurde den Fahndern klar, dass der Mann zusammen mit anderen offenbar geplant hatte, größere Mengen Kokain nach Deutschland einzuführen.

    Bei dem Versuch, sich mit einem Taxi nach Holland bringen zu lassen, wurde der 25-Jährige am vergangenen Freitag in Raunheim (Landkreis Groß-Gerau) auf offener Straße festgenommen. Aufgrund vorausgegangener Erkenntnisgewinnung bestand bereits ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Darmstadt. Der Mann ist in Untersuchungshaft. In der Folge wurden ebenfalls seine beiden Cousins (23, 27) in ihren Wohnungen im Landkreis Darmstadt-Dieburg festgenommen.

    Am vergangenen Sonntag nahmen die Behörden in Französisch-Guayana in Zusammenarbeit mit dem Bundeskriminalamt, der Staatsanwaltschaft Darmstadt und dem Polizeipräsidium Südhessen fünf weitere Personen in einem Hotel fest und beschlagnahmten dabei sechs Kilo Heroin. Unter den Festgenommenen sind zwei deutsche Frauen im Alter von 27 Jahren. Die Deutschen sollten offenbar das Kokain über Umwege nach Deutschland bringen. Es ist zu vermuten, dass sie zunächst nach Paris fliegen und von dort aus mit dem Zug über Belgien nach Deutschland in das Rhein-Main-Gebiet einreisen wollten. Besonders verwerflich war es, dass eine der 27-Jährigen ihr zweijähriges Kind zu der aufwendigen Beschaffungsreise mitnahm. Die Festgenommenen und auch der zweijährige Bub sind im Gewahrsam der Behörden in Französisch-Guayana.

    Bei den jüngsten Ermittlungen stellte sich heraus, dass der 25- Jährige einen Garten im Groß-Gerauer Bereich als Anlaufpunkt und Verteilungsstelle nutzte. Eine Durchsuchung förderte dort 1,3 Kilogramm Kokain aus dem Boden. Maßgeblichen Anteil daran hatte ein Polizeihund, der die Drogen erschnüffelte. In einer südhessischen Wohnung fanden die Fahnder eine Geldzählmaschine, eine Kaffeemühle und ein Waschbecken, jeweils mit starken Kokainanhaftungen sowie einen Funkscanner, eingestellt auf die Frequenzen des Polizeipräsidiums Südhessen.

    Die Ermittlungen dauern an.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt-Dieburg

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