Polizeipräsidium Südhessen

POL-SHDD: Polizei startet Aktion „Sicheres Darmstadt“

    Darmstadt (ots) - Darmstadt. Das Polizeipräsidium Südhessen startet, neben zahlreichen anderen operativen Einsätzen und Schwerpunktaktionen in den Landkreisen, mit Beginn der Hochphase im Vor- und Nachweihnachtsgeschäft die Aktion „Sicheres Darmstadt“. Durch erhöhte Präsenz mit zivilen und uniformierten Streifen, parallel dazu mit vermehrter Aufklärung der Bevölkerung, sollen potentielle Straftäter rechtzeitig erkannt und damit insbesondere Straftaten verhindert werden, die erfahrungsgemäß zu dieser Jahreszeit in den innerstädtischen Fußgängerzonen, u.a. im dichten Einkaufsgedränge, vermehrt festzustellen sind. Das sind vorwiegend Trick- und Taschendiebstähle, aber auch Einbrüche, Überfälle und Fahrzeugaufbrüche.

    Wie mehrfach berichtet, hat die Polizei seit Anfang März 2004 intensive Überwachungs-, Fahndungs- und Präventivmaßnahmen gegen den Trick- und Taschendiebstahl in der Innenstadt durchgeführt. Das Einsatzkonzept arbeitete mit offener und verdeckter Präsenz und hat auf diesem Deliktsfeld viele neue Erkenntnisse über Tätergruppen und –verhalten gebracht. So gehen Taschendiebe meist in Teams von mehreren Tätern arbeitsteilig vor. Dabei nutzen sie Tricks oder schlagen nach einem selbst verursachten Gedränge zu. Auf Seiten der Opfer sind überwiegend Frauen betroffen. Die oft sehr jungen Täterinnen werden gesteuert, sind meist bandenmäßig organisiert und verhalten sich höchst konspirativ. Sie sind bisher in Darmstadt meist in den Fußgängerzonen, in großen Kaufhäusern, Einkaufszentren aber auch beim Einsteigen in öffentliche Verkehrsmittel in Erscheinung getreten. Die eigentlichen Tathandlungen fallen den Geschädigten in der Regel nicht auf, sondern das Verschwinden der Geldbörse fällt erst später an der Kasse oder zu Hause auf. Das Repertoire der Taschendiebe ist äußert umfangreich, fast täglich werden neue Finessen bekannt. Die Fallzahlen sind bei Trick- und Taschendiebstahl bis heute rückläufig, bewegen sich aber immer noch auf relativ hohem Niveau von ca. 50 Taten im Monat.

    Bundesweit ist nach dem Anzeigenaufkommen der Taschendiebstahl hinter Autoeinbruch und Fahrraddiebstahl das dritthäufigste Delikt auf den Straßen unserer Großstädte. Taschendiebe haben vor allem in den Metropolen ihr "Revier". Brennpunkte sind öffentliche Verkehrsmittel zur "rush hour", Haltestellen, Bahnhöfe, Busse und Bahnen. Im Schwerpunkt betroffen sind aber auch Einkaufszentren (in den kundenstärksten Zeiten vor Ladenschluss oder zur Mittagszeit, zu den Schlussverkäufen und in der Vorweihnachtszeit) mit Fußgängerzonen, Kaufhäusern, Märkten und Supermärkten sowie Großveranstaltungen, Messen und im Umfeld von Weihnachtsmärkten. Kurzum: alle Gelegenheiten, wo viele Menschen zusammenkommen und dichtes Gedränge herrscht.

    Es bestehen aber auch erhöhte Diebstahlsgefahren in Geschäften an den Kassen, auf Parkplätzen sofern Fahrzeuge zur Aufbewahrung von Wertsachen dienen oder auch wenn während der Weihnachtseinkäufe die Wohnungen ungesichert bleiben.

    Von den eingesetzten Beamten werden alle aktuellen Hinweise sofort verfolgt, konsequent alle tatverdächtigen und amtsbekannten Personen überprüft und sofern möglich, strafprozessualen Maßnahmen unterzogen, amtsbekannte Straftäter, sofern sie nicht festgenommen und dem Richter vorgeführt werden, sollen mit Platzverweisen bzw. Aufenthaltsverboten belegt werden.

    Hinweise und Bitte an die Bevölkerung: Wenn Sie in der Innenstadt von Darmstadt Opfer einer Straftat werden, einen Diebstahl feststellen oder verdächtiges Verhalten beobachten, bitte verständigen Sie sofort über Notruf 110 die Polizei. Gleiches gilt, wenn sie oder auch Geschäftsleute ausgeräumte Geldbörsen finden, die durch die Diebe weggeworfen wurden. Hier sollte ebenfalls schnell die Polizei verständigt werden, um ihr die Fundgegenstände spurenschonend zu übergeben. Die zeitnahe Information an die eingesetzten Kräfte, kann weitere Taten verhindern und bei Festnahme und Überführung der Täter helfen.

    In die Aktion „Sicheres Darmstadt“ werden auch der Bundesgrenzschutz, die Mitarbeiter des Ordnungsamtes der Stadt Darmstadt, die Parkhausbetreiber und Geschäftsinhaber eingebunden. Es sind auch Info-Stände der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle zu Aufklärung der Bevölkerung geplant.Die Polizei erhofft sich durch verstärkte tägliche verdeckte und offene Präsenz von Schutz- und Kriminalpolizei sowie erhöhter Aufmerksamkeit der Bevölkerung, schnelleres Erkennen und Bekämpfen von Straftätern aus den Bereichen Ladendiebstähle, Trick- und Taschendiebstähle, Raubüberfälle und Fahrzeugaufbrüche.

    Wir werden regelmäßig zeitnah über den Verlauf der Aktion berichten.


ots-Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt-Dieburg

Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969

Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt-Dieburg

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klappacher Straße 145
64285 Darmstadt
Heiner Jerofsky
Telefon: 06151-969-2400
Fax: 06151-969-2405
Email: heiner.jerofsky@polizei.hessen.de

Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Polizeipräsidium Südhessen

Das könnte Sie auch interessieren: