Polizeipräsidium Südhessen

POL-SHDD: Bewaffneter Raubüberüberfall auf Griesheimer Sparkassenfiliale geklärt

    Darmstadt (ots) - Griesheim. Wie damals berichtet, hatten bei einem bewaffneten Raubüberfall am 24. März 2003, gegen 09.20 Uhr, auf die Sparkassenfiliale in Griesheim (Landkreis Darmstadt-Dieburg) zwei bislang unbekannte Männer ca. 15.000 Euro Bargeld erbeutet. Die maskierten Männer betraten zur Tatzeit das Gebäude, bedrohten Angestellte und Kunden mit Schusswaffen und forderten die Herausgabe des Geldes. Mit ihrer Beute, die sie in einer weißen Plastiktüte verstauten, flüchteten die Täter zu Fuß durch eine Grünanlage.

    Bereits seit November 2003 führte eine zentrale Ermittlungsgruppe der Kriminalpolizeiinspektion Oldenburg ein umfangreiches Ermittlungsverfahren gegen eine lettische Straftätergruppe, die eine Vielzahl von bewaffneten Raubüberfallen und Einbrüche begangen haben sollen. Das Verfahren wurde in Zusammenhang mit dem Landeskriminalamt Niedersachsen und Interpol-Dienststellen in Riga geführt und konnte jetzt erfolgreich abgeschlossen werden. Im Zusammenhang mit diesem Verfahren wurden in Lettland und Deutschland insgesamt 23 Wohnungen durchsucht und umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, u.a. Waffen, gefälschte Pässe und Diebesgut aus Einbrüchen.

    Die Haupttäter dieser vielköpfigen Straftätergruppe sind vier 27- 31- jährige lettische Staatsangehörige, denen u.a. auch insgesamt elf bewaffnete Banküberfalle im ganzen Bundesgebiet, mit Schwerpunkt in Niedersachsen, zur Last gelegt werden. Die Gesamtbeute betrug ca. 400.000 Euro. Weiterhin laufen noch Ermittlungen, nach denen die Tätergruppierung im Jahr 2002 und 2003 noch weitere zwölf bewaffnete Raubüberfälle in Deutschland begangen haben soll. Unter den jetzt bereits geklärten Überfällen befindet sich auch der Banküberfall in Griesheim am 24. März 2003. Gegen die vier Hauptverdächtigen konnten internationale Haftbefehle erwirkt werden, die in Lettland vollstreckt wurden. Die Täter sind in der vergangenen Woche nach Deutschland ausgeliefert worden, befinden sich in Untersuchungshaft und werden vor dem Landgericht in Osnabrück angeklagt. Zur Zeit sind in Deutschland 15 dieser Gruppierung angehörenden lettischen Staatsangehörige inhaftiert, die alle zu langjährigen Freiheitsstrafen verurteilt wurden sind.

    Die zuständige Staatsanwaltschaft Osnabrück hat heute (16. März 2004) nach Abschluss dieses Großverfahrens in Osnabrück über den Gesamtkomplex eine Pressekonferenz abgehalten.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt-Dieburg

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