Polizeipräsidium Südhessen

POL-SHDD: Internationale Straftäter aus der Haft geflohen – Fahndung läuft

Abbildung 3

    Darmstadt (ots) - Darmstadt. Am Dienstag, 9. November 2004, gegen 07.00 Uhr, bemerkte man in der Justizvollzugsanstalt Colmar (Frankreich) die Flucht von drei inhaftierten Männern, denen über 100 Straftaten mit einen Schaden von ca. 8,5 Millionen Euro, zusammen mit einer rumänischen Tätergruppe vorgeworfen werden. Sie hatten die Deckenverkleidung ihrer Zelle gelöst, flüchteten über das Dach der JVA und des angrenzenden Gerichtsgebäudes und seilten sich mit zusammengeknoteten Laken ab.

    Diese Männer hatten in der Nacht zum Mittwoch, 20.Oktober 2004, eine Polizeisperre in Colmar durchbrochen, konnten allerdings nach kurzer Verfolgung festgenommen werden. Zwei der Festgenommenen versuchten, sich mit moldawischen Pässen auszuweisen. Bei näheren Recherchen und intensiven Kontakten zwischen den französischen Behörden und der Kriminalpolizei in Darmstadt konnten die vermeintlich unbescholtenen Moldawier als die mit Haftbefehl gesuchten rumänischen Staatsbürger identifiziert werden. Das Trio gehörte zu den bereits neun festgestellten Tatverdächtigen, von denen bis heute allerdings niemand festgenommen werden konnte.

    Die Staatsanwaltschaft Darmstadt und das Kommissariat 21/22 des Polizeipräsidiums Südhessen in Darmstadt ermitteln seither zentral für alle durch die rumänische Tätergruppe in der Bundesrepublik begangenen Straftaten.

    Es handelt sich um ·BRAILESCU, Manole, geb. am 10.10.1965 in Umbraresti/Rumänien (Abildung 1), ·HAHUIE, Gheorghe, geb. am 16.01.1974 in Ivesti/Rumänien (Abbildung 2) ·und ZAHARIA, Marian, geb. am 19.04.1972 in Rumänien (Abbildung 3).

    Alle drei Personen, die auch verschiedene Aliasnamen benutzen, sind einer Straftatenserie in den Jahren 2003/2004 in Deutschland, der Schweiz und Luxemburg zuzuordnen, bei der mehrere Geldausgabeautomaten komplett entwendet wurden (Siehe gemeinsame Pressemeldung der Staatsanwaltschaft Darmstadt und des Polizeipräsidiums Südhessen vom 26. Oktober 2004). Durch die umfangreichen Ermittlungen der Luxemburger, der Schweizer und der deutschen Polizeidienststellen konnten der Tätergruppe mehr als 100 schwere Straftaten nachgewiesen werden. Sie kommen weiterhin als Tatverdächtige für die Taten in Ludwigshafen und Bitburg, der jüngsten Serie in der Schweiz (September/Oktober 2004) sowie zwei Taten in Luxemburg im Oktober 2004 in Betracht.

    Nach den Personen wurde sofort eine internationale Fahndung ausgelöst. Es ist zu vermuten, dass die Flüchtigen sich erneut in Deutschland aufhalten oder über Deutschland weiter flüchten.

    Hinweise auf die gesuchten Straftäter werden an das Polizeipräsidium Südhessen, Tel. 06151/969 3030 oder an jede andere Polizeidienststelle erbeten.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt-Dieburg

Digitale Pressemappe:
http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969

Rückfragen bitte an:
Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt-Dieburg

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klappacher Straße 145
64285 Darmstadt
Heiner Jerofsky
Telefon: 06151-969-2400
Fax: 06151-969-2405
Email: heiner.jerofsky@polizei.hessen.de

Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell
Medieninhalte
3 Dateien

Weitere Meldungen: Polizeipräsidium Südhessen

Das könnte Sie auch interessieren: