Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Aktionen gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr

    Darmstadt (ots) - Darmstadt. Von den im vergangenen Jahr beim Polizeipräsidium Südhessen registrierten 21.354 Verkehrsunfällen waren bei 932 berauschende Mittel im Spiel (886 x Alkohol und 46 x Drogen). Auch im ersten Halbjahr 2004 wurden bereits 425 Unfälle unter Alkohol- und 15 unter Drogeneinfluss aufgenommen. Damit ist dies neben zu hoher Geschwindigkeit auch in diesem Jahr eine der Hauptunfallursachen.

    Die Polizei nimmt die Unfallzahlen erneut zum Anlass, verstärkte Kontrollen durchzuführen und Kraftfahrer über die Folgen von Fahrten unter Drogen- oder Alkoholeinfluss hinzuweisen.

    Wird einem Kraftfahrer nach einem Unfall oder bei einer Polizeikontrolle Alkohol- oder Drogenmissbrauch nachgewiesen, hat er mit erheblichen (auch finanziellen) Folgen zu rechnen:

· Bei einer folgenlosen Fahrt unter Drogen- oder Alkoholeinfluss  - sofern noch kein Eintrag im Verkehrszentralregister (VZR) vorliegt - 250 Euro Geldbuße, einen Monat Fahrverbot und vier Punkte im VZR,

· Bei einer folgenlosen Fahrt unter Drogen- oder Alkoholeinfluss - wenn bereits Punkte im VZR vorhanden - 500 bis 750 Euro Geldbuße und drei Monate Fahrverbot, mit 1,1 Promille Alkohol im Blut (ohne Unfall) ist es eine Straftat,

· Bei einem Verkehrsunfall unter Drogen- oder Alkoholeinfluss ergeht entweder ein Strafbefehl oder es kommt zur Gerichtsverhandlung, die Geldstrafe nach Tagessätzen richtet sich nach dem Einkommen, z.B. 4.000 Euro, bei groben Verstößen ist der Strafrahmen nach oben offen, außerdem wird die Fahrerlaubnis entzogen, zusätzlich entstehen Gerichts- und Anwaltskosten, z.B. in Höhe von 2.500 Euro und die Versicherung holt sich in der Regel ihre Zahlungen zurück, außerdem können die Opfer Schadensersatz, Schmerzengeld oder Rente fordern,

· Die Aufbauseminare, die von der Fahrerlaubnisbehörde für alkohol- oder drogenauffällige Kraftfahrer angeordnet werden, kosten je nach Anbieter bis zu 300 Euro,

· Nach Alkoholmissbrauch ab 1,6 Promille oder Verdacht auf Drogenabhängigkeit wird von der Fahrerlaubnisbehörde vor der Wiedererteilung der Fahrerlaubnis zusätzlich eine Medizinisch Psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet. Die Kosten belaufen sich, zusammen mit einen Vorbereitungslehrgang, zwischen 800 bis 1.500 Euro,

    · Er ist moralisch ein Leben lang belastet, Menschen um Gesundheit und Leben gebracht zu haben und zusätzlich gibt es oft erheblichen Ärger in der Familie und am Arbeitsplatz.

    Die Polizei sieht das Fahren unter Alkohol- und Drogeneinfluss keinesfalls als Kavaliersdelikt an. In der Nacht zum Samstag, 31. Juli 2004, wie auch in der Vorwoche, haben Beamte der Polizeidirektion Darmstadt-Dieburg erneut mehrere Verkehrskontrollen, insbesondere in der Nähe von Diskotheken, durchgeführt. Dabei wurden ca. 700 Fahrzeuge und Fahrer kontrolliert. Es wurden 48 Drogen- und 170 Alkoholtests durchgeführt. Eine Personen mussten wegen illegalen Aufenthaltes festgenommen werden. Drei Führerscheine wurden sichergestellt. Zusätzlich wurden an 19 Fahrzeugen technische Mängel festgestellt. 11 Strafanzeigen und 5 Ordnungswidrigkeitsanzeigen wurden erstattet. Bei den zahlreichen Kontrollen wurde vorwiegend präventiv gearbeitet. In zwei großen Diskotheken und auf deren Parkplätze wurden die Jugendlichen von Polizeibeamten angesprochen und über die Gefahren des Alkohol- und Drogenkonsums aufgeklärt. Dazu wurden Handzettel verteilt.

    Die Polizei wird derartige Kontrollen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit fortsetzen und appelliert erneut an die Vernunft aller Autofahrer.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt

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