Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Unberechtigt in die eigene Tasche gesammelt – Polizei ermittelt sechs Jugendliche „Spendensammler“

Reinheim (Darmstadt-Dieburg). Sechs Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 13 und 15 Jahren hat die Polizei am Montag (28.06.04) nach einer von den Jugendlichen selbst initiierten Spendensammlung für die Jugendfeuerwehr ermittelt. Eine Woche zuvor (21.06.04) hatten Zeugen die Beamten der Polizeistation Ober-Ramstadt über eine möglicherweise unberechtigte Spendensammelaktion von Jugendlichen unterrichtet. Eine Zeuge hatte bei einem Gespräch der Jugendlichen mitbekommen, „dass man nun genug habe“ und das gesammelte Geld nun aufteilen wolle. Die Personen, die sich nach Zeugenangaben auf einem Spielplatz in Reinheim aufhalten sollten, konnten durch die Beamten zwar nicht mehr angetroffen werden, doch fand die Polizeistreife auf dem Spielplatz Teile einer zerrissenen und augenscheinlich selbst gefertigten Spendenliste. Ebenso konnten Teile eines zerbrochenen Sparschweins mit der handgeschriebenen Aufschrift „Jugendfeuerwehr“ sichergestellt werden. Einem der Zeugen war es darüber hinaus gelungen, zwei der Jugendlichen zu fotografieren. Mit den entwickelten Fotos suchte am Montag (28.06.04) ein Beamter der Polizeistation Ober-Ramstadt eine Schule in Reinheim auf. Schnell konnten die abgebildeten Personen sowie vier weitere Schüler namhaft werden, die nach derzeitigem Ermittlungsstand alle noch nie bei der Jugendfeuerwehr waren. Alle haben die Tat inzwischen eingeräumt. Bei der „Spendensammlung“ wurden rund 70 Euro kassiert, die den gutgläubigen Spendern wieder zugeleitet werden sollen. Die Spendenliste war auf einem PC eines Jugendlichen hergestellt worden. Gegen alle ermittelten Personen wird wegen des Verdachts des Betruges ermittelt. Auch die Erziehungsberechtigten der Schüler wurden bereits informiert.

Tipp der Polizei: Viele wichtige und gemeinnützige Organisationen sind auf Spenden der Bevölkerung angewiesen. Unberechtigtes Sammeln schmälert die Spendenbereitschaft und führt zu einem Vertrauensverlust. Berechtigte Spender verfügen über einen Sammlerausweis und haben kein Problem damit, wenn sich der angesprochene Spender den Ausweis zeigen lässt oder sich bei der betreffenden Organisation informiert. In Zweifelsfällen können sich die Betroffenen auch – wie im geschilderten Fall - an ihre örtliche Polizeidienststelle wenden.


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