Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums München zum Mord an türkischem Schmuckhändler aus Dieburg

München./Dieburg (ots). Ein 58-jähriger türkischer Schmuckhändler verabschiedete sich am 28.12.2003 von seiner Familie in Dieburg bei Darmstadt, um wie so oft auf Geschäftsreise nach Bayern zu gehen. Dabei benutzte er wie immer einen silberfarbenen Audi A 4 mit dem amtlichen Kennzeichen DA- A 1383. In einem Koffer führte er eine Kollektion von Schmuckstücken im Wert von ca. 85.000 EUR mit. Die genauen Geschäftsadressen, die der reisende Händler aufsuchen wollte, sind bzw. waren der Familie nicht bekannt. Der Schmuckhändler galt als sehr zuverlässig. Auf seinen Reisen hielt er regelmäßig über Handy Kontakt zu seiner Familie. So rief er auch am Montag, 29.12.2003, gegen 21.00 Uhr, letztmals bei seiner Familie an und teilte mit, er sei gerade in München und würde am 30.12.2003 die Heimreise antreten. Seither gab es von ihm kein Lebenszeichen mehr, so dass ein Bruder am 05.01.2004 bei der Polizei in Darmstadt Vermisstenanzeige erstattete. Ebenfalls am 05.01.2004 bemerkten Bewohner im Anwesen Hessstrasse 30 aus einer Wohnung im Erdgeschoss Verwesungsgeruch und forderten den türkischen Hauptmieter, der die Wohnung seit August vergangenen Jahres an zwei ausländische Damen untervermietet hatte, telefonisch auf, nach dem Rechten zu sehen. Gegen 19.00 Uhr sperrte der Mann die Wohnung auf und fand schließlich im Wohn- und Schlafraum die Leiche eines Mannes. Der Tote lag spärlich bekleidet im Bett und war bereits in Fäulnis übergegangen. Anhand aufgefundener Papiere und bestimmter körperlicher Merkmale (dem 58-Jährigen fehlte das oberste Glied am Mittelfinger der linken Hand) war der Tote rasch als der vermisste türkische Schmuckhändler identifiziert. Der Mann hatte eine Plastiktüte über den Kopf gezogen. Bei einer weiteren Inaugenscheinnahme wurden diverse Verletzungen im Kopfbereich festgestellt. Da auch der Schmuckkoffer und das Fahrzeug des Opfers fehlten, gingen die Beamten des Kriminaldauerdienstes von einem Verbrechen aus und schalteten die Mordkommission ein. Bei der gerichtsmedizinischen Untersuchung bestätigte sich der Verdacht auf Fremdverschulden. Todesursächlich war demnach stumpfe Gewalt gegen den Kopf in Verbindung mit Ersticken. Der Tat dringend verdächtig sind drei Frauen, die nach polizeilichen Erkenntnissen ein Trio bildeten und bisher einschlägig in Erscheinung getreten sind. Seit Auffindung der Leiche fehlt von ihnen jede Spur. Bei den zwischenzeitlich identifizierten Frauen handelt es sich um die armenischen Staatsangehörigen Anahit LACKERSCHMID (44), Nelli YEPREMYAN (37) und Roza KIRAKOSYAN (47). Die Frauen sind bereits wegen zahlreicher Eigentums- und Betrugsdelikte vorbestraft und gingen im Bereich des Hauptbahnhofes der Prostitution nach. Die Mordkommission der Münchner Kriminalpolizei bittet um Mithilfe der Bevölkerung: · Wer hat Türkay ÖZCANOGLU gekannt und kann Hinweise zu seinen Kontakten und Begleitpersonen geben, insbesondere während seines Aufenthaltes in München? · Wer hat im Bereich der Hessstrasse Beobachtungen hinsichtlich des Opfers, seines Fahrzeugs oder der drei gesuchten Frauen gemacht? · Wer kann Hinweise auf den Aufenthaltsort der gesuchten Damen geben? Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt. Hinweise bitte an das Polizeipräsidium München, Mordkommission, unter der Telefonnummer 089/2910-0, oder an jede andere Polizeidienststelle. ots-Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969 Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Klappacher Straße 145 64285 Darmstadt Ferdinand Derigs Telefon: 06151-969 2401 Fax: 06151-969 2405 Email: derigs.ppsh@t-online.de Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell

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