Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Brutale Raubüberfälle auf Juweliergeschäft geklärt

Darmstadt (ots) - Darmstadt. Die brutalen Raubüberfälle auf das Juweliergeschäft Techel in Darmstadt vom 6. Mai und 11. Juni 2003 sind - auch mit Hilfe der Kriminalpolizei des Polizeipäsidiums Südhessen - geklärt. Gegen die in Darmstadt beteiligten sieben tatverdächtigen polnischen Staatsbürger im Alter von 19 - 26 Jahre ist Haftbefehl beantragt. Die wertvolle Beute ist aus diesen beiden Überfällen ist bislang noch nicht sichergestellt. Näheres ist aus der folgende Pressemeldung des LKA Baden-Würtemberg zu entnehmen: LKA-BW: Die Staatsanwaltschaften Berlin und Tübingen sowie die Landeskriminalämter Berlin und Baden-Württemberg teilen mit: Zahlreiche Raubüberfälle der Koszalin-Bande auf Juweliergeschäfte geklärt [22.12.2003 - 09:00 Uhr] Stuttgart - Die Staatsanwaltschaften Berlin und Tübingen sowie die Landeskriminalämter Berlin und Baden-Württemberg teilen mit: Zahlreiche Raubüberfälle der Koszalin-Bande auf Juweliergeschäfte geklärt Die intensiven Fahndungsmaßnahmen der Berliner und baden- württembergischen Strafverfolgungsbehörden gegen Mitglieder der so genannten Koszalin-Bande, die seit geraumer Zeit bundesweit Juweliergeschäfte berauben, tragen Früchte. Die Ermittlungen gegen drei polnische Tatverdächtige, die sich wegen eines Raubüberfalls auf einen Juwelier in Reutlingen/Baden-Württemberg am 24. April 2003 in Untersuchungshaft befinden, führten die Fahnder zu 18 weiteren Tatverdächtigen, die neun weitere Raubüberfälle verübt haben sollen. Erstmals wurden auch zwei Drahtzieher der Bande identifiziert. Nach einem dieser Auftraggeber wird noch gefahndet, der zweite dieser Hintermänner, der seit längerer Zeit mit falschen Papieren in Berlin- Neukölln lebte, konnte am 2. November festgenommen werden. Er befindet sich seither in Untersuchungshaft in der JVA Stuttgart- Stammheim. Bei den fraglichen Überfällen, die seit Oktober 2002 in Berlin, Bremen, Frankfurt/Main, Darmstadt, Karlsruhe, Reutlingen und Regensburg stattfanden, erbeuteten die Verdächtigen vor allem hochwertige Uhren im Gesamtwert von weit über einer Million Euro. Zehn der bei diesen Überfällen erbeuteten Luxusuhren konnten im Januar 2003 bei Hehlern sichergestellt werden. Alle drei an der Hehlerei beteiligten Täter sind bereits rechtskräftig zu Freiheitsstrafen verurteilt. Die Verdächtigen stammen überwiegend aus dem nordpolnischen Raum um die Städte Koszalin und Danzig. Sie waren arbeitsteilig und in unterschiedlicher Zusammensetzung an den Überfällen beteiligt. Die Raubüberfälle wurden überwiegend nach dem gleichen, für die Banden typischen Muster verübt. Meistens drangen drei Täter in die Geschäfte ein, während sich die restlichen Mitglieder in der Nähe aufhielten. In einigen Fällen feuerten die Täter bei Betreten der Geschäfte einen Schuss ab, um das Personal und die Kundschaft einzuschüchtern. Dann schlugen sie mit einem mitgebrachten Fäustel Glasvitrinen ein, um die darin befindlichen wertvollen Armbanduhren zu rauben. Andere Tatverdächtige hatten die Aufgabe, die Beute unmittelbar nach dem Überfall in Tatortnähe zu übernehmen und wegzuschaffen oder auch Hotelunterkünfte für die anreisenden Täter zu besorgen. Ein weitere Verdächtiger soll vor den Überfällen zahlreiche Juweliergeschäfte ausbaldowert haben. Diese Ermittlungs- und Fahndungserfolge zeigen, dass den Raubzügen der so genannten Koszalin-Bande mit eng abgestimmten Ermittlungskooperationen unter Einbindung des Bundeskriminalamts wirksam entgegengetreten werden kann. Das Landeskriminalamt Berlin teilt hierzu heute folgendes mit: Raubüberfälle auf Juweliergeschäfte durch Koszaliner Tätergruppen Seit Februar 2001 wurden in Berlin 19 Juweliergeschäfte von der sog. "Hammerbande" überfallen. Die geraubten Uhren hatten einen Wert von insgesamt ca.2,3 Mio Euro. Der weitere, nicht bezifferbare Schaden setzt sich aus den ärztlichen Behandlungen der geschädigten Mitarbeiter der Juweliergeschäfte und einhergehenden Sachbeschädigungen zusammen. Die sog. "Hammerbande" stammt aus der nordpolnischen Stadt Koszalin und Umgebung. Sie setzt sich aus verschiedenen Gruppierungen zusammen, die in wechselnden Tatbeteiligungen nach Deutschland fahren, um hier hochwertige Juweliergeschäfte zu überfallen. Neben Deutschland begingen die polnischen Tätergruppierungen auch Überfälle auf Juweliergeschäfte in Skandinavien, Belgien, Niederlande und Österreich. In verschiedenen Bundesländern wurden Ermittlungsgruppen/ Soko´s gegründet, die mit der Bekämpfung dieses Phänomens beauftragt wurden. So wurde im Juni 2002 in Berlin die Ermittlungsgruppe LKA 44 EG PIT-U (Polnische Intensivtäter - Uhren) gegründet, die derzeit aus 7 Mitarbeitern besteht. Diese arbeitet direkt mit einer Abteilung der Staatsanwaltschaft Berlin für Organisierte Kriminalität zusammen. In diesen Ermittlungsgruppen finden neben der zentralen Bearbeitung der Raubüberfälle auch Präventionsmaßnahmen und Auswertungen statt. Hierbei arbeiten die Ermittlungsgruppen/ Soko´s eng zusammen, so dass neu gewonnene Erkenntnisse ausgetauscht und in die jeweiligen Ermittlungskomplexe eingearbeitet werden können. Mit der Ermittlungsgruppe "Bernstein" bei dem Landeskriminalamt Baden- Württemberg wurde eine Ermittlungskooperation gegründet, da festgestellt wurde, dass gleiche Tätergruppierungen in den beiden benannten Bundesländern Überfälle auf Juweliergeschäfte begingen. So konnten für die 19 Berliner Taten insgesamt 42 Tatverdächtige ermittelt werden. Diese Personenzahl setzt sich aus Auftraggebern, handelnden Raubtätern, Residenten, Kurierfahrern und Hehlern zusammen. Es wurden bisher insgesamt 19 Täter festgenommen, sowohl aufgrund von Ermittlungen als auch auf frischer Tat. Weiterhin ergingen 7 sog. Überhaftbefehle von derzeit zu anderen Taten in anderen Bundesländern einsitzenden Tätern. Weiterhin werden zur Zeit 11 Tatverdächtige mit Haftbefehl gesucht. Gegen die weiteren der 42 ermittelten Tatverdächtigen liegen Haftbefehle aus anderen Bundesländern vor, bzw. ist noch kein dringender Tatverdacht begründbar, so dass für diese Personen derzeit keine Haftbefehle beantragt wurden. In Zusammenarbeit mit dem LKA Stuttgart konnte am 02.11.2003 in Berlin ein Mitglied der oberen Führungsebene festgenommen werden, dem derzeit vorgeworfen wird, insgesamt fünf Raubüberfälle in Berlin und im Bundesgebiet in Auftrag gegeben zu haben. Durch Ermittlungen von LKA 44 EG PIT-U und Informationsweitergaben an ausländische Dienststellen konnte auch zur Aufklärung internationaler Taten beigetragen werden. Einzelheiten hierzu können aufgrund schwebender Verfahren noch nicht gegeben werden. Zusatz für die Redaktionen: Einzelne Tatmittel (Vorschlaghammer, Maskierungen, Waffen) können am 22.12.2003 in der Zeit von 12.00 bis 14.00 Uhr beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg, Taubenheimstr. 85, 70372 Stuttgart fotografiert werden. ots-Originaltext: Pressestelle LKA Baden-Württemberg Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=42998 Rückfragen bitte an: Pressestelle LKA Baden-Württemberg Pressestelle Telefon: (0711) 5401-2020/-2021 Fax: (0711) 5401-2025 Email: pressestelle@lka.bwl.de ots-Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969 Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Klappacher Straße 145 64285 Darmstadt Heiner Jerofsky Telefon: 06151-969-2400 Fax: 06151-969-2405 Email: jerofsky.ppsh@t-online.de Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell

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