Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Gefahrgutkontrollen auf der A 67 - Gefährliche Ladung meist schlecht gesichert

    Darmstadt (ots) - Darmstadt- Dieburg - Bundesautobahn A67. Beamte des Verkehrsdienstes haben am Dienstagvormittag (28.10.) auf der A 67 in Fahrtrichtung Mannheim insgesamt 11 Gefahrguttransporte kontrolliert. Davon waren 9 Fahrzeuge mit Beanstandung! Insgesamt zählten die Beamten 16 Verstöße (u. a. mangelhafte Ladungssicherung, Lenkzeit- und Geschwindigkeitsüberschreitung). Es wurden Anzeigen gegen Halter und Fahrer erstattet und in vier Fällen musste sogar die Weiterfahrt untersagt werden.

    Ein Fahrer war mit seinem Lkw-Zug von Chemnitz nach Mannheim unterwegs. Auf dem Anhänger hatte er drei IBC (Plastikbehälter für Gefahrguttransport) mit einer ätzenden Flüssigkeit (insgesamt 3000 kg) geladen. Dabei handelte es sich vermutlich um ein Reinigungsmittel. Die Behältnisse waren nicht ausreichend gesichert. Auf dem Zugmaschine transportierte er mehrere Gussrohre für Pumpenanlage mit einem geschätzten Gewicht von je 600 - 800 kg. Die Rohre waren in Holzkisten verstaut und nicht gegen Verrutschen gesichert, so dass sie bei abruptem Bremsen zu einem gefährlichen Geschoss geworden wären. Bei der weiteren Kontrolle des Fahrzeuges stellten die Beamten fest, dass die Reifen abgefahren waren und einer sogar über die gesamte Breite gebrochen war, so dass die Karkasse zu sehen war. Der 44-jährigen Fahrer musste zunächst die Ladung vorschriftsmäßig sichern und wurde dann von der Polizei zu einem Autodienst eskortiert, um die Reifen zu wechseln . Gegen ihn und den Halter des Fahrzeuges wurden Anzeigen wegen mangelhafter Ladungssicherung gefertigt.

    Außerdem wurde ein österreichischer Lkw mit Anhänger auf dem Weg in die Heimat angehalten. Er hatte 120 Fässer Magnesium geladen. Magnesium gehört in die Gefahrgutklasse 4, da es ein entzündbarer fester Stoff ist, der unter Umständen sogar explosiv reagieren kann. Die zur Ladungssicherung verwendeten Gurte waren zum Teil eingerissen und nicht mehr verwendbar. Die Weiterfahrt wurde untersagt bis der Fahrer zusätzliche Spanngurte beschaffen konnte. Nach Zahlung einer Sicherheitsleistung konnte der Lastzug seine Fahrt in die Alpen fortsetzen.

    Auch ein Fahrer aus Mannheim musste sich zusätzliche Sicherungsgurte bringen lassen, ehe ihm die Weiterfahrt gestattet wurde. Er hatte ätzende flüssige Amine und umweltgefährdende Stoffe geladen. Zur vorschriftsmäßigen Sicherung fehlten ganze 13 Gurte!

    Die Kontrollmaßnahmen des Verkehrsdienstes werden fortgesetzt.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt

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