Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Drogenfahnder nehmen sechs mutmaßliche Drogenhändler fest
Sechs Kilo Heroin und 28 Kilo Streckmittel beschlagnahmt
Konspirative Wohnungen in Darmstadt

    Darmstadt (ots) - Drogenfahnder nehmen sechs mutmaßliche Drogenhändler fest / Sechs Kilo Heroin und 28 Kilo Streckmittel beschlagnahmt / Konspirative Wohnungen in Darmstadt

    Drogenfahnder des Polizeipräsidiums Südhessen haben im April und Mai sechs Männer im Alter von 19 bis 25 Jahren festgenommen. Den türkischen mutmaßlichen Drogenhändlern, darunter fünf Kurden, wird ein umfangreicher Heroinhandel vorgeworfen. Bei den Festnahmen wurden insgesamt 6,1 Kilogramm Heroin und 28 Kilogramm Streckmittel sichergestellt. Alle Beschuldigten sind inzwischen in Untersuchungshaft. Mit diesen Festnahmen gelang der Polizei ein empfindlicher Schlag gegen zwei in Darmstadt agierende türkisch/kurdische Gruppen. Die Ermittlungen dauern an.

    Seit Anfang des Jahres lagen bei verschiedenen Dienststellen des Polizeipräsidiums Erkenntnisse darüber vor, dass offensichtlich mehrere türkisch/kurdische Tätergruppen in Darmstadt mit Drogen handeln und ihre Kunden aus Nordbaden, Rheinland-Pfalz und Unterfranken mit Heroin versorgen. Bei weiteren Ermittlungen gelang es den Drogenfahndern, zwei Gruppen voneinander abzugrenzen. Diese Erkenntnisgewinnung beruhte auf mehreren verdeckten Überwachungen, ermittelter Übergabeorte und Kontrollen der Drogenabhängigen, bei denen jeweils Heroin zum Eigenverbrauch gefunden worden war. Eine der Gruppen handelte vorwiegend in Eberstadt, die andere in Bessungen, Kranichstein und Fasanerie.

    Bereits in einem sehr frühen Ermittlungsstadium wurde erkennbar, dass die Gruppen durch hohe Mobilität, sehr weit verzweigte Kommunikation und konspiratives Verhalten auffällig waren.

    Am 25. März 2003 wurde in Bessungen ein 24-jähriger Kurde beim Heroinhandel festgenommen. Er war im Besitz von 28 Gramm Heroin. Gut einen Monat später wurden ein Türke und ein Kurde (23, 28) im Norden von Darmstadt festgenommen. Beide Männer hatten jeweils 100 Gramm Heroin einstecken. Wenige Tage darauf, am 30.4.2003, wurde ein 25- jähriger Kurde in Darmstadt-Eberstadt festgenommen. Er hatte 90 Gramm Heroin und geringe Mengen Kokain dabei.

    Daran schlossen sich umfangreiche Ermittlungen an, die am 21.5.2003 zu Festnahmen eines 19- und 21-jährigen Kurden in Darmstadt- Eberstadt führten. Beide Männer hatten sich in Hamburg ein Kilogramm Heroin besorgt und waren damit unmittelbar vor ihrer konspirativen Eberstädter Wohnung abgepasst und festgenommen worden. In der Wohnung fanden die Beamten weitere 4,8 Kilogramm Heroin und 28 Kilo Streckmittel sowie eine Schusswaffe. Bei der Festnahme hatte der 19- Jährige ein Springmesser einstecken.

    Die tatsächlichen Aufenthaltsorte der Festgenommenen sind unklar. Die Wohnungen in Bessungen und Eberstadt - Appartements, bei denen Anonymität keine Seltenheit ist - wurden alleine zu dem Zweck angemietet, den Drogenhandel zu organisieren. Diese übliche Logistik erwies sich bei den Ermittlungen als Erschwernis.

    Die Festnahmen zeigen deutlich, dass eine effiziente Bekämpfung der Drogenkriminalität nur durch Zusammenwirken verschiedener Ebenen möglich ist: Ermittlungs- und Fahndungsdruck gegen die offene Drogenszene, die zu einer ständigen Störung der Tatortstrukturen führt, Ermittlungen gegen Zwischenhändler, Ermittlungen gegen die Beschaffungsebene und finanziellen Nutznießer,zeitnahe Festnahmen, Beschlagnahme/Wegnahme der Heroinmengen vom Markt und Gewinnabschöpfung.

    Vor diesem Hintergrund sind in diesem Fall die Strukturen durch die Festnahmen empfindlich gestört worden. Ungeachtet dessen ist aber damit zur rechnen, dass neue Täter, insbesondere für den Zwischen- und Kleinhandel rekrutiert werden und sich neue, ständig wechselnde Umschlagplätze bilden. Die Polizei wird den Ermittlungs- und Fahndungsdruck schon alleine deshalb fortsetzen.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt

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