Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Polizei stellt sechs Gewehre, drei Granaten und Munition sicher
Ehemann hatte massiv Ehefrau bedroht
Kontakt- und Annäherungsverbot

    Darmstadt (ots) - Münster. Beamte der Polizeistation Dieburg haben am Dienstagnachmittag sechs Langlaufwaffen, darunter eine doppelläufige Schrotflinte mit etlichen hundert Schuss Munition sowie drei Nebelgranaten von einem 38-Jährigen Mann aus Münster beschlagnahmt. Hintergrund der Polizeiaktion war eine Strafanzeige seiner 35- jährigen Ehefrau, von der er allerdings seit April dieses Jahres getrennt lebt. Danach hatte er seit seinem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung seine Frau telefonisch beschimpft, beleidigt und massiv bedroht. Zuletzt dehnte er die Bedrohungen auch auf den 44 Jahre alten Lebensgefährten und dessen 14-jährigen Sohn aus. Die Geschädigte hatte erhebliche Angst davor, ihr Ehemann könne mit den Waffen Ernst machen.

    Offenbar schwelte schon seit vielen Jahren ein ehelicher Konflikt. Danach sei die Geschädigte immer wieder von ihrem Ehemann geschlagen worden. Vor drei Jahren hatte sie bereits Strafantrag wegen Körperverletzung gestellt, diesen aber nach kurzer Zeit zurückgezogen, da sie an eine Besserung der Ehebeziehung glaubte. Nachdem sich die Gewalttätigkeiten aber fortgesetzt haben sollen, reichte die Ehefrau im April die Scheidung ein. Daraufhin zog der Ehemann aus der Wohnung aus, bedrohte seine Frau aber danach immer wieder telefonisch.

    Es war zunächst unklar, wo die Gewehre deponiert waren. Zur Auswahl standen zwei Wohnungen, ein Kiosk und ein Küchenstudio - alles Kontaktadressen des Beschuldigten. Mit einem Durchsuchungsbeschluss des Amtsgerichts Dieburg durchforsteten die Beamten die vier Wohn- und Geschäftsadressen. Sie wurden dabei in Münster fündig. Dort wohnt der Beschuldigte bei Bekannten seit seinem Auszug aus der gemeinsamen ehelichen Wohnung. Die sechs Gewehre, drei Granaten und die Munition waren unter der Wohnzimmercouch deponiert.

    Fünf der Langlaufwaffen und die Munition hatte er vor längerer Zeit von seinem 70-jährigen Vater erhalten. Bislang ist die Herkunft der Schrotflinte und der Granaten ungeklärt.

    Der Beschuldigte ist bei der Polizei kein Unbekannter mehr. Er war bislang in 20 Fällen, hauptsächlich wegen Gewalt-, aber auch wegen Waffendelikten, in Erscheinung getreten. Er wird sich erneut wegen Bedrohung und Verstoßes gegen das Waffengesetz zu verantworten haben.

    Aktuell haben die Beamten dem Mann aufgrund eines richterlichen Beschlusses nach dem Gewaltschutzgesetz ein Kontakt- und Annäherungsverbot ausgesprochen. Bei Zuwiderhandlungen drohen dem Mann Ordnungsgeld oder Haft bis zu sechs Monaten. Die Missachtung ist auch strafrechtlich relevant.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt

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