Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Verkehrsdienste des Polizeipräsidiums kontrollieren Gurtverfalten auf südhessischen Straßen
Fatale Folgen bei Gurtverweigerung
Kreative Erklärungsversuche der Betroffenen

    Darmstadt (ots) - Südhessen. Der Kopf schlägt mit voller Wucht auf das Lenkrad auf. Arme und Beine werden gegen die Armaturen gequetscht. Auch der Airbag allein kann keinen Schutz bieten. Der Kopf des Fahrers schlägt durch die Scheibe. Schwerste Kopfverletzungen sind die Folge. Dieses Szenario beschreibt nur eine von vielen Folgen eines Verkehrsunfalls, bei dem der Gurt nicht angelegt war.

    Den 500. Verstoß seit April dieses Jahres registrierten die Verkehrsdienste des Polizeipräsidiums Südhessen. Bei erneuten Kontrollen am Mittwoch (4.6.) auf südhessischen Straßen zogen Polizisten insgesamt 177 Fahrzeuge aus dem Verkehr, deren Fahrer, Beifahrer es vorgezogen hatten, sich nicht anzuschnallen. Wie hoch die Dunkelziffer ist, vermag keiner genau zu sagen. Kontrolliert wurde in Darmstadt, Heppenheim, Lorsch, Lampertheim, Höchst, Beerfelden, Lützelbach, Raunheim und Groß-Gerau.

    Bei den darauffolgenden Gesprächen mit den Polizisten scheinen den Begründungen der Betroffenen keine Grenzen gesetzt: "Ich bin' mal nur um die Ecke gefahren. Die Hitze macht den Gurt unerträglich. Ich glaube, dass ich Allergien bekomme. Ich fahre so vorsichtig, da passiert nichts. Ich dachte, nur wenn man schnell fährt, müsste man sich anschallen. Ich bin schwanger, da drückt der Gurt auf mein Kind. Ich habe mich gerade losgeschnallt, weil ich mir eine Zigarette anstecken wollte. Ich bin schon so alt, da brauche ich mich nicht mehr anschnallen. Ich muss ständig ein- und aussteigen." Die Beamten nahmen es freundlich zur Kenntnis. Doch diese Hinweise schützten die Betroffenen nicht davor, 30 Euro für diesen Verstoß zu zahlen. Dieses Verwarnungsgeld soll helfen, die Einsichtsfähigkeit in die Notwendigkeit des Gurtes zum eigenen Schutz zu stärken. Die Beamten stellten nicht nur Verwarnungen aus, sondern wiesen auch auf die möglichen fatalen Folgen bei einem Verkehrsunfall und versicherungsrechtlichen Folgen hin.

    Auf Deutschlands Straßen ereignen sich täglich zirka 992 Verkehrsunfälle. Dabei sterben täglich 18 Menschen, 1.305 werden verletzt. Es gibt aber auch täglich einige hundert Überlebende, dank der passiven Sicherheitseinrichtungen, wie zum Beispiel dem Gurt. Moderne Technik nutzt wenig, wenn Autoinsassen hierauf verzichten. Die Anschnallquote ist sicherlich heute zwar höher als bei der Einführung der Gurtanlegepflicht im Jahr 1976, aber noch lange nicht ausreichend.

    Die Kontrollen in Südhessen werden fortgesetzt.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt

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