Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Gefahrgutkontrolle: Zweimal Weiterfahrt untersagt

    Darmstadt (ots) - Weiterstadt. Bei einer Gefahrgutkontrolle am Freitagvormittag auf der A 5 am Rasthof Gräfenhausen (Landkreis Darmstadt-Dieburg) hat die Polizei neben vergleichsweise geringen Verstößen, drei erhebliche feststellen müssen. In zwei Fällen hatten die Beamten die Weiterfahrt der Lkw untersagt.

    Ein 25 Jahre alter Fahrer aus dem Raum Neustadt an der Weinstraße war nach Frankfurt unterwegs. Auf der Ladefläche seines Lkw transportierte er ätzende und feuergefährliche Stoffe sowie organische Peroxyde - Gefahrgut von insgesamt zwei Tonnen. Er hatte nicht das erforderliche Unfallmerkblatt dabei, in dem u.a. dargelegt ist, welche Maßnahmen der Fahrer im Schadensfall zu ergreifen hat. Weiterhin fehlte bei seiner persönlichen Ausrüstung die vorgeschriebene Atemschutzmaske. Die Weiterfahrt wurde unterbunden. Zwei Stunden benötigte der Fünfundzwanzigjährige, sich die fehlenden Dinge zu besorgen. Einer Weiterfahrt stand danach nichts mehr im Weg.

    Ein in Heppenheim/Bergstraße zugelassener Lkw-Kipper hatte auf seiner Ladefläche eine transportable Tankstelle mit einem Fassungsvermögen von 933 Litern, total gefüllt mit Dieselkraftstoff. Weiter fanden die Beamten weitere 630 Liter Dieselöl, abgefüllt in neun Plastikkanistern. Weder die Kanister noch das Fahrzeug waren mit den orangefarbenen Warntafeln gekennzeichnet, obwohl diese bei der Menge der brennbaren Flüssigkeit erforderlich gewesen wären. Ebenfalls fehlte die notwendige Fahrzeugausrüstung, wie Feuerlöscher, Warnlampen und -dreiecke und Unterlegkeile. Der 46- jährige Fahrer verfügte auch nicht über die erforderlichen Beförderungspapiere, Unfallmerkblatt und einen Gefahrgutführerschein. Die gesamte Ladung war nicht ausreichend gesichert, der Transport nicht zulässig. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Die Firmeninhaberin kam zur Kontrollstelle, nachdem sie über die Zustände von der Polizei informiert worden war. Es war notwendig, ihr die gesetzlichen Bestimmungen zu erläutern und zu erklären, unter welchen Voraussetzungen der Transport fortgesetzt werden könnte. Diese zu erfüllen, war die Halterin nicht in der Lage. Das Fahrzeug musste teilweise ent- und umgeladen werden.

    Bei einem mit Bauarbeitern besetzter und mit Baumaterial beladener Lkw-Sprinter aus dem Ulmer Raum fiel auf, dass das Fahrzeug offensichtlich überladen war. Die Mutmaßung bestätigte sich, nachdem bei der Kläranlage in Darmstadt eine Wägung durchgeführt wurde. Das Fahrzeug war mit fünfzig Prozent überladen.

    Insgesamt überprüfte der Gefahrgutkontrolltrupp des Polizeipräsidiums Südhessen zehn Lastzüge Die Beamten stellten auch in drei Fällen Verstöße gegen die Lenkzeitverordnung sowie in einem Fall technische Mängel und Geschwindigkeitsüberschreitungen fest. Alle Betroffenen haben mit Bußgeldverfahren zu rechnen. Die Kontrollen werden fortgesetzt.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt

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