Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Polizei verstärkt Gefahrgutkontrollen

    Darmstadt (ots) - Darmstadt. Beim Polizeipräsidium Südhessen wird seit August diesen Jahres ein Gefahrgutkontrolltrupp eingesetzt, der regelmäßig an verschiedenen Orten Südhessens - auch auf Autobahnen - den Schwerlastverkehr, der mit gefährlichen Stoffen auf Achse ist, gründlich unter die Lupe nimmt. Ziel ist es, durch permanente Kontrollen unsere Straßen sicherer zu machen.

  Gestern, Mittwoch, 30. Oktober 2002, fand eine solche Kontrolle auf der Rastanlage Gräfenhausen Ost, BAB 5, in der Zeit zwischen 07.30 und 15.00 Uhr statt.

  Es wurden 20 Gefahrguttransporte durch die Fachleute der Direktion Verkehrsdienste (Gefahrgutkontrolltrupp) eingehend begutachtet. Es handelte sich um 17 nationale-, 2 europäische Lastzüge und einen ukrainischen Transport.

  Mehr als die Hälfte aller Fahrzeuge hatte z. T. erhebliche Mängel. Gegen die Fahrer und Halter dieser LKW wurden insgesamt 21 Anzeigen wegen Verstöße gegen die Gefahrgutverordnung Straße (GGVS), gegen die Straßenverkehrsordnung (STVO), Straßenverkehrszulassungsordnung STVZO) und Unfallverhütungsvorschriften (UVV). Außerdem wurden zwei gebührenpflichtige Verwarnungen ausgesprochen. 55 Schaublätter aus Fahrtschreiben wurden zur Kontrolle von Lenkzeiten und Geschwindigkeit als Beweismittel sichergestellt.

  Hier einige Beispiele aus den Kontrollberichten:

  · Ein 39-jähriger Fahrer einer Spedition aus Saarbrücken war mit hochgiftigen Abfallstoffen auf dem Weg von Pirmasens nach Sondershausen in Thüringen. Er hatte weder Warndreieck und -kegel noch einen vorschriftsmäßigen Feuerlöscher dabei. Er musste seine Fahrt unterbrechen. Ein Montagewagen seiner Firma konnte ihn nach einem Aufenthalt von 2 Stunden nachrüsten.

  · Ein 45-jähriger Fahrer einer Baufirma transportierte auf seinem Tieflader eine riesige Fertiggarage. Als Sicherung benutzte er lediglich defekte Zurrgurte. Ansonsten vertraute er auf die Schwerkraft. Er hatte außerdem die Lenkzeiten erheblich überschritten. Zusätzlich entdeckten die Beamten einen defekten Bremsschlauch, der mit Isolierband umwickelt war und mit einer Schlauchschelle an einen rostigen Bremsluftbehälter befestigt war. Auch hier musste die Fahrt für längere Zeit unterbrochen werden, bis das Fahrzeug betriebsbereit und die Ladung richtig befestigt war.

  · Ein 43-jähriger Ukrainer beförderte mit dem in seinem Heimatland zugelassenen LKW 22 Paletten mit 132 Fässern der Gefahrgutklasse 8 (ätzende Stoffe). Die Ladung hatte er in Ludwigshafen aufgenommen und war auf dem Weg nach Kiew. Auch er hatte seine gefährliche Ladung völlig unfachmännisch gesichert. Nach richtiger Sicherung konnte er seine Fahrt fortsetzen.

  · Ein 45-jähriger Fahrer eines Lastzuges aus Hanau war auf dem Weg nach Marburg. Er hatte 5 Fertigschächte geladen (Gewicht 20 Tonnen). Auch er vertraute als Sicherungsmittel nur auf die Schwerkraft. Außerdem zeigten seine Schaublätter, dass er massiv gegen Geschwindigkeitsvorschriften verstoßen hatte. Auf insgesamt 5 Scheiben des geeichten Fahrtenschreibers hatte er über längere Strecken konstant über 100 km/h gefahren. Auch in diesem Fall wurde die Weiterfahrt bis zur ordnungsgemäßen Sicherung der Ladung unterbunden und Anzeige erstattet.

  Diese Kontrollen werden im Interesse der Verkehrssicherheit fortgesetzt.

ots-Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen - Darmstadt

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