Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Kelsterbach: Enkeltrick scheitert
13-Jährige bei Geldabholung festgenommen

Kelsterbach (ots) - Nach einem versuchten Enkeltrick am Freitagnachmittag (14.03.) konnte ein 13-jähriges Mädchen bei der Geldabholung festgenommen werden.

Wie bereits mehrfach gemeldet, gehen die "Enkeltrick-Betrüger" oft nach einem gleichen Schema vor. Ältere Damen oder Herren werden durch angebliche Verwandte angerufen und um Geld für einen kurzfristigen Wohnungskauf oder die Bezahlung von Krankenhauskosten nach einem Unfall gebeten. Die Verwandten können jedoch nie selbst vorbeikommen, sondern schicken immer "Mitarbeiter des Notarbüros" oder andere Geldabholer. Ziel der Kriminellen ist immer das Ersparte der Angerufenen, nicht selten erbeuten sie mit dieser Masche mehrere tausend Euro

Am Freitagnachmittag (14.03.) hatten die Trickbetrüger einen Senior aus Kelsterbach im Visier und gingen nach dem altbewährten Muster vor. Gegen 14.30 Uhr meldete sich eine angebliche Nichte bei dem betagten Mann. Sie befände sich gerade in einem Notarbüro, bräuchte dringend 10.000 Euro und würde eine Mitarbeiterin vorbeischicken, um das Geld abzuholen. Der Senior wurde jedoch sofort misstrauisch, alarmierte die Polizei und informierte die Beamten über den bevorstehenden Trickbetrug.

Die Polizisten legten sich auf die Lauer und warteten auf die Betrüger. Nach weiteren Telefonaten erschien gegen 17.30 Uhr die angebliche Mitarbeiterin beim angerufenen Rentner und wurde vor der Haustür festgenommen. Es handelte sich um ein 13 Jahre altes Mädchen aus Frankfurt. Das Kind wurde zunächst auf die Wache gebracht und anschließend in die Obhut eines Erziehungsberechtigten übergeben. Die Ermittlungen zu möglichen Komplizen dauern an.

Die Polizei lobt das besonnene Verhalten des Seniors, warnt jedoch vor den Kriminellen und ihrer Masche. Gehen Sie am Telefon nie auf Geldforderungen ein, sondern werden Sie misstrauisch und fordern den angeblichen Verwandten auf, persönlich zu erscheinen. So lassen sie die Lügen der Ganoven auffliegen. Bleiben sie am Telefon immer skeptisch und lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck bringen. Infomieren Sie stattdessen eine Vertrauensperson oder wenden Sie sich bei den geringsten Zweifel an die Polizei über die Notrufnummer 110.

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