Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Darmstadt: Schockanrufer schockt keinen mehr
Russischer Schockanrufer festgenommen

Darmstadt (ots) - Einen großen Fahndungserfolg konnten die Ermittler des Kommissariates 24 der Darmstädter Kriminalpolizei am Montag (14.10.2013) verzeichnen. Nachdem ein sogenannter Schockanrufer über das Wochenende eine Vielzahl von meist älteren Bürgern in der Stadt und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg angerufen hatte und versuchte, an das ersparte Geld der Menschen zu gelangen, klickten bei dem Mann am Montagmorgen (13.10.2013) die Handschellen.

Einer aufmerksamen Bürgerin ist es zu verdanken, dass der 18-Jährige bei einer Geldübergabe in der Siemensstraße in Kranichstein von den Ermittlern festgenommen werden konnte.

Der Tatverdächtige rief am Sonntagabend (13.10.203) bei einer älteren Frau an und gab sich als Anwalt aus. Um das Vertrauen und die Glaubhaftigkeit des Anrufs zu untermauern, führte der Anrufer die Gespräche in der Muttersprache der Betroffenen. Angeblich hätte der Sohn der Frau einen schweren Unfall gehabt. Der Sohn würde im Krankenhaus liegen, eine weitere Frau sei schwer verletzt. Man bräuchte dringend Geld. Geistesgegenwärtig informierte die Frau ihre Enkelin über den Anruf. Diese konnte sich an ein Präventionsplakat erinnern, indem genau vor dieser miesen Masche gewarnt wurde. Sofort verständigte die Frau die Polizei. Das Kommissariat 24 übernahm umgehend die weiteren Ermittlungen, die schließlich zur Festnahme des dreisten Betrügers führten. Der Mann wurde noch am Montagnachmittag (13.10.2013) auf Antrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt dem Haftrichter vorgeführt und im Anschluss in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Die Ermittlungen zu weiteren Taten des 18-Jährigen dauern an.

Dass auch Sie nicht auf die gemeinen Betrüger am Telefon reinfallen, rät die Polizei: Wenden Sie sich bei Anrufen angeblicher Verwandter in finanzieller Notlage immer erst an eine Vertrauensperson, um den Sachverhalt zu klären. Sollte es sich am Telefon nicht um einen Betrüger handeln, wird Ihr Verwandter oder dessen Beauftragter sicher Verständnis für dieses Vorgehen haben. Lassen Sie sich niemals unter Zeitdruck setzen, sondern wägen Sie erst einmal in Ruhe ab. Dabei kann Ihnen auch die Polizei behilflich sein. Wenn Sie nur geringste Zweifel haben, sollten Sie sofort zum Hörer greifen und mit den Beamten sprechen.

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