Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Darmstadt/Eberstadt: 12.000 Euro mit "Enkeltrick" ergaunert / Polizei warnt erneut vor übler Masche

Darmstadt (ots) - Ein 73-jähriger Mann ist am Montagnachmittag (16.9.2013) zum Opfer von so genannten Enkeltrickbetrügern geworden. Der Mann hatte den Anruf einer Frau erhalten, der es tatsächlich gelang, ihm vorzugaukeln, seine Tochter zu sein. Die Gaunerin gab an, leihweise dringend 30.000 Euro für den Kauf einer Wohnung zu benötigen, da "bei einer Überweisung etwas schief gegangen sei". Letztlich gab sich die "Tochter" mit 12.000 Euro zufrieden, die der 73-Jährige ei seiner Bank abhob. Das Geld übergab der Mann am Nachmittag, wie telefonisch mit der "Tochter" vereinbart, an der Wohnungstür an eine Frau, die sich als Notariatsangestellte ausgab. Nachdem sich die "Tochter" telefonisch für das Geld bedankt und angekündigt hatte, am Abend noch einen Besuch abstatten zu wollen, schöpfte der Mann erst Verdacht, als dieser ausblieb. Am Dienstag wurde der Polizei ein weiterer versuchter Trickbetrug gemeldet. Hier hatte sich die Anruferin als "Cousine" ausgegeben, letztlich aber kein Geld erhalten. Die Kriminalpolizei (K24) in Darmstadt ermittelt.

Erneut warnen die Beamten vor dieser üblen Masche. Diese läuft fast immer nach dem gleichen Muster ab. Zunächst lässt der Anrufer raten, wer am Telefon ist, um dann die Rolle dieser erratenen Person einzunehmen. Schnell kommt der Anrufer dann zum Punkt: Geld, Schmuck oder Goldbarren für einen Wohnungs- oder einen Autokauf, bei dem angeblich etwas schief gelaufen ist und für den der "Verwandte" dringend finanzielle Hilfe braucht. Selbst abholen würde der angebliche Verwandte das Geld aber nie; denn so würde der Schwindel schnell auffliegen. Stattdessen erscheint zeitnah ein angeblicher Bote des Verwandten und kassiert das Bargeld ein. Deshalb: Übergeben Sie niemals Bargeld an der Haustür an Personen, die sie nicht kennen. Fragen Sie sich erst einmal, warum Ihr Verwandter nicht selbst zu Ihnen kommt, um das Geld abzuholen. Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen. Wenn Sie unsicher sind: Beraten Sie sich immer erst mit einer Person Ihres Vertrauens. Auch ein rechtzeitiger Anruf bei der Polizei kann hier schnelle Aufklärung bringen und sie vor Schaden bewahren. Denken Sie daran: Schon Morgen kann bei Ihnen das Telefon klingeln und der Trickbetrüger fragt: "Weißt Du, wer dran ist?". Spätestens wenn das Gespräch vom Anrufer auf das "Leihen" einer größeren Summe Bargeld gelenkt wird, ist höchste Vorsicht geboten und Sie sollten darauf bestehen, das Bargeld nur direkt an Ihren Verwandten übergeben zu wollen. Sie werden sehen, wie schnell das Interesse eines Betrügers schwindet.

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