Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Pfungstadt: Enkeltrick scheitert gleich zweimal
Fallen auch Sie nicht auf die Betrüger rein

Pfungstadt (ots) - Gleich zweimal versuchten Betrüger am Donnerstagnachmittag (27.06.2013) mit dem altbekannten Enkeltrick an das Geld von Bürgern zu kommen. Diesmal gaben sich die Täter als Bekannte oder Verwandte aus, die sich gerade in Darmstadt aufhalten und vorbeikommen wollten. Natürlich blieb auch die Forderung nach Geld, dass man dringend benötige, in dem Telefonat nicht aus. Sofort richtig reagiert und den Schwindel schnell erkannt, hatten eine 84-jährige und eine 57-jährige Frau. Sie schenkten den dreisten Anrufern keinen Glauben und legten sofort auf.

Dass auch Sie nicht Opfer von dreisten Betrügern werden, gibt die Polizei folgenden gut gemeinten Rat, von dem meist ältere Menschen betroffen sind. Zur Verdeutlichung: Durch geschicktes Fragen ("Rate mal, wer hier ist?") nehmen die Anrufer die Rolle eines Verwandten an. Schnell kommt der Betrüger dann zum eigentlichen Grund seines Anrufs. Angeblich wird eine größere Summe Bargeld benötigt, mal für einen Immobilienkauf, mal für ein Auto. Der Phantasie sind hier keinerlei Grenzen gesetzt. Lässt sich der Angerufene auf diese Geschichte ein, wird durch den immer wieder anrufenden Betrüger ein Abholer des Bargelds losgeschickt. Angeblich kann der "Verwandte" nämlich plötzlich nicht selbst kommen, um das Bargeld von Angesicht zu Angesicht in Empfang zu nehmen. Würde dies nämlich erfolgen, wäre der ganze Schwindel auch schnell aufgeflogen. Manchmal haben die Anrufer sogar noch die Dreistigkeit, die älteren Menschen zum Geldabheben zur Bank zu schicken. Selbst ein Taxi für gehbehinderte Menschen wird schon einmal "großzügig" für die Fahrt zum Geldinstitut organisiert. Das müssen die Opfer dann auch noch selbst bezahlen. Ist das Bargeld erst einmal in den Händen der Betrüger, ist es meist für immer verloren.

Deshalb: Lassen Sie sich niemals auf Geldforderungen am Telefon ein. Informieren Sie zunächst eine Vertrauensperson, um die Anfrage mit dieser zu besprechen. Suchen Sie die Telefonnummer heraus, unter der Sie den Verwandten üblicherweise anrufen. Oder erkundigen Sie sich bei anderen Angehörigen. Oder rufen Sie einfach die Polizei an. Die Beamten sind rund um die Uhr für Sie da und können zusammen mit Ihnen beratschlagen, was sich hinter dem Anruf verbergen könnte. Händigen Sie niemals wildfremden Personen Bargeld aus. Seien Sie grundsätzlich immer misstrauisch und wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihre Polizei.

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