Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Rüsselsheim: Betrüger versuchen vergeblich ihr Glück mit dem Enkeltrick
Polizei warnt erneut vor bekannter Betrugsmasche

Rüsselsheim (ots) - Dreiste Betrüger versuchen derzeit wieder an das ersparte Geld von älteren Menschen zu gelangen. Die angebliche Nichte oder der Enkel, die anrufen und dringend Geld benötigen, bekannt auch unter Enkeltrick, ist dabei die bekannteste Masche. Bei dem Betrugskommissariat der Rüsselsheimer Kripo gingen am Mittwochvormittag (15.05.2013) innerhalb zwei Stunden gleich fünf Anrufe von besorgten Mitbürgern ein. Dank dem gesunden Misstrauen der Angerufenen, kam es glücklicherweise zu keinem Betrugsfall. Die falschen Enkel oder Nichte wurden von den Betroffenen schnell erkannt und der Hörer wurde aufgelegt. Dass auch Sie nicht auf die dreisten Betrüger reinfallen, warnt die Polizei erneut vor diesem miesen Trick, von dem meist ältere Menschen betroffen sind. Zur Verdeutlichung: Durch geschicktes Fragen ("Rate mal, wer hier ist?") nehmen die Anrufer die Rolle eines Verwandten an. Schnell kommt der Betrüger dann zum eigentlichen Grund seines Anrufs. Angeblich wird eine größere Summe Bargeld benötigt, mal für einen Immobilienkauf, mal für ein Auto. Der Phantasie sind hier keinerlei Grenzen gesetzt. Lässt sich der Angerufene auf diese Geschichte ein, wird durch den immer wieder anrufenden Betrüger ein Abholer des Bargelds losgeschickt. Angeblich kann der "Verwandte" nämlich nicht selbst kommen, um das Bargeld von Angesicht zu Angesicht in Empfang zu nehmen. Würde dies nämlich erfolgen, wäre der ganze Schwindel auch schnell aufgeflogen. Manchmal haben die Anrufer sogar noch die Dreistigkeit, die älteren Menschen zum Geldabheben zur Bank zu schicken. Selbst ein Taxi für gehbehinderte Menschen wird schon einmal "großzügig" für die Fahrt zum Geldinstitut organisiert. Das müssen die Opfer dann auch noch selbst bezahlen. Ist das Bargeld erst einmal in den Händen der Betrüger, ist es meist für immer verloren. Deshalb: Lassen Sie sich niemals auf Geldforderungen am Telefon ein. Informieren Sie zunächst eine Vertrauensperson, um die Anfrage mit dieser zu besprechen. Suchen Sie die Telefonnummer heraus, unter der Sie den Verwandten üblicherweise anrufen. Oder erkundigen Sie sich bei anderen Angehörigen. Oder rufen Sie einfach die Polizei an. Die Beamten sind rund um die Uhr für Sie da und können zusammen mit Ihnen beratschlagen, was sich hinter dem Anruf verbergen könnte. Händigen Sie niemals wildfremden Personen Bargeld aus. Seien Sie grundsätzlich immer misstrauisch und wenden Sie sich vertrauensvoll an Ihre Polizei.

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