Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Raunheim: Betrunkener überholt Zivilstreife / Polizeihund zeigt Zähne

Raunheim (ots) - In den frühen Morgenstunden des Donnerstags (13.10.2011) raste der junge Autofahrer über die Mainzer Straße. Da er wohl der Ansicht war, dass die Fahrbahn ihm gehört beachtete er weder geparkte Fahrzeuge noch die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Andere Verkehrsteilnehmer schienen ihn ebenfalls nicht zu interessieren. Das sollte sich schnell ändern nachdem er ein Fahrzeug der Zivilfahnder mit ca. 110 km/h in der Ortschaft überholte. Als das Blaulicht aufs Dach gesetzt wurde dauerte es noch eine Weile bis der Raser sein Auto stoppte. Anstatt es mit einer guten Ausrede zu versuchen, stieg der 29-jährige Mann aus seinem Fahrzeug und begrüßte die Zivilfahnder mit wüsten Beschimpfungen. Nachdem der Fahrer immer noch keine Einsicht zeigte und überging die Beamten nun auch körperlich zu bedrohen, sahen diese sich gezwungen den Aggressor in Handschellen zum Revier zu bringen. Grund dafür war neben seinem Verhalten auch der Alkoholwert von 2,1 Promille. Zudem hatte der junge Rüsselsheimer offensichtlich vor Fahrtantritt Drogen zu sich genommen. Vielleicht war es gerade dieser Mischkonsum der ihn dazu verleitete auf die Beamten loszugehen. Auch auf der Polizeistation in Rüsselsheim änderte sich sein Verhalten kaum. Doch der Anblick des Diensthundes ließ scheinbar allmählich die Vernunft zurückkehren: Der Hund war nur mäßig von der Schreierei beeindruckt und zeigte seine Zähne. Eine Sprache die der Tatverdächtige zu verstehen schien. Die beweiserhebliche Blutentnahme konnte zwanglos durchgeführt werden. Anschließend durfte der junge Rüsselsheimer die Nacht zur Ausnüchterung im Polizeigewahrsam verbringen. Der Führerschein konnte allerdings von den Beamten nicht sichergestellt werden, denn der junge Fahrer hatte gar keinen. Nun hat sich der aggressive Raser unter anderem wegen Trunkenheit im Straßenverkehr, Fahren unter Drogeneinfluss sowie Fahren ohne Fahrerlaubnis zu verantworten. Nach einer verbrachten Nacht in der Ausnüchterungszelle konnte er allerdings wieder nach Hause gehen. Mit einem Führerschein wird das wohl so nichts. Auch den Halter des ausgeliehenen Fahrzeugs erwartet eine Anzeige, weil er es dem Rüsselsheimer zur Verfügung stellte obwohl dieser doch keinen Führerschein hatte. Glücklicherweise wurden weder Unbeteiligte, Polizeibeamte noch der Raser selbst verletzt. Auch alle Fahrzeuge blieben unbeschädigt.

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