Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Festtag bei der Polizei: Mutmaßliche Einbrecherbande zerschlagen - Stadt und Kreis Offenbach
Frankfurt
Darmstadt
Hanau (weitergeleitete Pressemeldung des Polizeipräsidiums Südosthessen)

    Südhessen/Rhein-Main (ots) - "Das war ein richtig guter Fang", ist man bei der Polizei sicher, ein ganz "großes Ding" aufgeklärt zu haben. In enger Zusammenarbeit mit ihren Kollegen aus Südhessen haben die Beamten des Einbruchskommissariates in Offenbach offensichtlich eine Einbrecherbande ausgehoben.  Gegen insgesamt 13 Personen deutscher und polnischer Herkunft laufen nun Ermittlungen wegen Einbruchsdiebstählen, Hehlerei und Urkundenfälschung, jeweils mit dem Zusatz "banden- und gewerbsmäßig" versehen. Daneben liegen Anzeigen wegen Betrug und Verstößen gegen das Betäubungsmittel- sowie Ausländergesetz vor. Nach derzeitigen Erkenntnissen lag das "Hauptgeschäft" der Bande im Bereich des Einbruchsdiebstahles, den die beiden Köpfe der Gruppe, zwei Polen im Alter von 44 und 56 Jahren, wohl arbeitsteilig und streng hierarchisch organisierten.   Demnach boten Mitläufer aus der Gruppierung den späteren Opfern ihre Dienste in Form von Arbeiten am Haus oder im Pflegebereich an - gerne auch "schwarz". Diese Hierarchieniederen erledigten nicht nur die Renovierung oder die Altenbetreuung für kleines Geld, sondern schauten sich in den betreffenden Wohnungen auch um, was es dort zu stehlen gäbe. Fanden die Helfer lohnenswerte Beute, gingen alsbald die "Langfinger" los, um diese Beute bei Einbrüchen aus den Häusern zu holen. Mindestens 86 Wohnungseinbrüche und wenigstens fünf Einbrüche in Geschäfte, allein in Stadt und Kreis Offenbach, dürften auf das Konto der Bande gehen. Darüber hinaus waren die Spezialisten wohl auch in Frankfurt, Hanau und im südhessischen Bereich unterwegs - die Ermittler in Darmstadt haben die Gruppierung derzeit schon für zwölf Einbrüche auf der Rechnung, so dass wahrscheinlich weit über 100 dieser schweren Diebstähle den "Akteuren" zuzuschreiben sind. Damit nicht genug: Einige Tatverdächtige haben bereits eingeräumt, mit falschen Ausweisen Betrügereien begangen zu haben. So schufen sie nach eigenem Bekunden mit gefälschten Dokumenten eine fiktive Person, die sie alsbald wieder sterben ließen. Dazwischen schlossen sie eine Lebensversicherung für die Karteileiche ab, um nach deren Tod die fällige Prämie zu kassieren.  Darüber hinaus ergaunerten sich ein paar Mitglieder des "Teams", die sich diesbezüglich auch schon geständig zeigten, unter Vorlage unechter Papiere bei Banken betrügerisch Kredite. Am Dienstag hob die Polizei die Bande aus. In einer groß angelegten Aktion durchsuchten Ordnungshüter zeitgleich 13 Wohnungen, Geschäfte und Lagerräume im Rhein-Main-Gebiet bis hin in den Odenwald. Es wurden nicht nur elf Männer und zwei Frauen festgenommen, sondern auch umfangreiche Beweismittel, beispielsweise gefälschte und verfälschte Ausweise sowie Versicherungs- und Kreditunterlagen, sichergestellt. Kistenweise Schmuckstücke, Armbanduhren, antike Bilder, Statuen, Dekowaffen, Standuhren und eine Münzsammlung dürften aus Einbrüchen stammen, müssen demnächst aber erst noch den Taten zugeordnet werden. Der Wert der Sore dürfte deutlich im sechsstelligen Bereich liegen. Der Fund von geringen Mengen Amphetaminen und Haschisch rundet die Durchsuchungsaktion ab. Die beiden mutmaßlichen Drahtzieher der "Organisation", besagte Polen im Alter von 44 und 56 Jahren, sitzen inzwischen in der Justizvollzugsanstalt von Weiterstadt ein. Sie schweigen sich zu den Vorwürfen weitestgehend aus. Gegen sie wurden Untersuchungshaftbefehle erlassen. Die Protagonisten der "Mittelebene", drei Polen und ein Deutscher, durften nach teils geständigen Einlassungen wieder nach Hause. Ebenfalls auf freiem Fuß befinden sich die restlichen sechs Verdächtigten, die eher als "Hilfstäter" in Betracht kommen. Die Beamten der Kriminalpolizei sehen das "Ende der Fahnenstange" noch lange nicht erreicht, sondern nehmen an, dass eine Vielzahl von weiteren Einbrüchen und Betrugsdelikten die Liste der Vorwürfe verlängern wird - die Ermittlungen dauern an.

    Henry Faltin

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