Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Darmstadt/Los Angeles: Showdown in Beverly Hills
26-Jähriger Chef einer Autoschieberbande wegen mehrfachen Kreditkartenbetruges von U.S.-Strafgericht zu 5 Jahren und vier Monaten verurteilt

    Darmstadt (ots) - Der inzwischen 26-jährige Chef einer internationalen Autoschieber-Bande (wir haben berichtet - siehe unsere Pressemeldung vom 18.9.09, 13.39 Uhr) ist nach einer Mitteilung des Los Angeles Sheriff`s Department an die Darmstädter Kriminalpolizei am 24. November 2009 vom U.S.-Strafgericht in Beverly Hills zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und vier Monaten wegen 63 Kreditkartenbetrügereien in Kalifornien verurteilt worden. Er wird diese Freiheitsstrafe im dortigen Staatsgefängnis verbüßen müssen. Außerdem wurde er zur Rückzahlung des dabei entstanden Schadens in Höhe von 418.586 US-Dollar verurteilt. Der 26-Jährige war nach einem missglückten Diebstahl von vier hochwertigen Fahrzeugen im Gesamtwert von 180.000;- EUR vom Gelände eines Autohändlers im Darmstädter Industriegebiet (wir haben berichtet - siehe unsere Pressemeldungen vom 12. März 2008. 2.15 und 13.47 Uhr) nach den Erkenntnissen der Darmstädter Kriminalpolizei (K 21/22) im April 2008 nach Los Angeles geflohen. Seine Mittäter, die festgenommen werden konnten, wurden im August 2008 in dem Verfahren wegen schweren Bandendiebstahls und gewerbsmäßiger Bandenhehlerei nach mehrmonatiger Untersuchungshaft vom Amtsgericht Darmstadt zu Bewährungsstrafen verurteilt.

    Das für Autodiebstähle zuständige Kommissariat 21 der Darmstädter Kriminalpolizei hatte den Aufenthaltsort des damals 25-Jährigen in umfangreichen Ermittlungen schnell ausfindig machen können und stand mit einem Detective der dortigen Polizei in ständigem Kontakt. So konnte der Beschuldigte am 16.9.2009 in der 20-Millionen-Metropole ausfindig und dingfest gemacht werden. Erkenntnisse wonach der Mann dort inzwischen die Kreditkartendaten von Kunden einer dort ansässige Fitnesskette zusammen mit Mittätern ausgespäht hatte und mit den hergestellten Duplikaten an die die Summe von über vierhunderttausend US-Dollar gelangte, führten zu einem Haftbefehl in den USA und zu der Festnahme mit anschließender Untersuchungshaft. Nach dieser Strafe erwartet den bis dahin 31-Jährigen u.a. noch das Darmstädter Strafverfahren. Keine schönen Aussichten für den Mann, der sich zum Ärger des amerikanischen Sheriffs im Internet u.a. auch auf einem Bild präsentierte, auf dem er vor einem Streifenwagen der Santa Monica Police stand.

    Den damaligen Presseartikel zur Festnahme in Los Angeles finden Sie in der Pressemappe des PP Südhessen mit dem Bild unter dem Link

    http://www.presseportal.de/print.htx?nr=1267061&type=polizei


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