Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Darmstadt: "Kaum zu glauben?!"
Zwei Männer, eine Plombe Heroin und ein gestohlenes Fahrrad

    Darmstadt (ots) - Am Dienstagnachmittag (21.4.09) waren Beamte des 1. Polizeireviers zivil und auf Fahrrädern in der Stadt unterwegs. Zielrichtung war die Überprüfung von Fahrrädern. Gegen 17.15 Uhr begegnete der Streife ein männliches Pärchen, beide keine Unbekannten für die Beamten. Aber dies beruhte offenbar auf Gegenseitigkeit, entledigte sich der ältere der beiden Herren, ein 44-jähriger Mann mit Wohnsitz in Darmstadt, doch gleich mal einer Plombe mit Heroin. Das Rauschgift konnte sichergestellt werden und der mehrfach auffällig gewordene Beschuldigte wurde festgenommen und anschließend auf der Dienststelle noch einmal gründlich durchsucht, allerdings ohne einen weiteren Fund zu machen. Gegen ihn wurde Strafanzeige erstattet. Nicht viel besser erging es seinem 42-jährigen Begleiter aus Weiterstadt. Das ursprüngliche Ziel nicht aus den Augen verlierend, stellte sich bei der Überprüfung "seines" Fahrrads heraus, dass es sein rechtmäßiger Besitzer bereits seit dem 8. Februar 2009 vermisst. Das einmal sechshundert Euro teure Zweirad war seinerzeit in der Julius-Reiber-Straße "entführt" worden. Der 42-Jährige hatte "natürlich nichts mit dem Diebstahl zu tun". Ganz im Gegenteil. Er hatte es erst kurz vorher gefunden und war nach eigener Aussage "gerade auf dem Weg zum Fundbüro". Ohne näher auf die Öffnungszeiten des städtischen Fundbüros eingehen zu wollen, überprüften die Beamten die Hosentaschen des Mannes. Darin befand sich auch ein Schlüssel zu einem am Fahrrad befestigten Schloss. Aber auch hierfür gibt es natürlich eine Erklärung. Er wollte das Fahrrad keinesfalls so ungeschützt auf dem Luisenplatz abstellen... Seine "glaubwürdigen" Aussagen wurden durch die bisherige Anzahl - sechsunddreißig - der polizeilichen Auffälligkeit "geradezu untermauert". Bevor er den Beamten möglicherweise noch hätte erklären können, dass es sich gar nicht um ein Fahrrad, sondern einen Regenschirm handelt, wurde das Gefährt sichergestellt und Anzeige erstattet. Jetzt ist er in siebenunddreißig Fällen auffällig geworden.


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