Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Bergstraße/Worms/Heppenheim: Kriminalpolizei zerschlägt Drogenring | Erfolgreiche Kooperation zwischen Rheinland-Pfalz und Hessen | Staatsanwaltschaften Darmstadt und Mainz setzen Hintermänner in U-Haft fest

    Bergstraße/Worms/Heppenheim (ots) - Im Juni 2008 eröffnete das Kommissariat 3 der Kriminalinspektion Worms ein Ermittlungsverfahren gegen einen 31-jährigen Mann, der unter Verdacht geriet, in Worms Handel mit Heroin zu betreiben. Die Kunden stammten sowohl aus Worms, als auch aus Ludwigshafen und dem Kreis Bergstraße. Umschlagplätze waren neben dem nahen Umfeld des Wormser Hauptbahnhofs und Parkanlagen auch die Wohnung des gebürtigen Wormsers. Die Suche nach dem Lieferanten des Kleindealers führte die Rheinland-Pfälzer Fahnder auf die Fährte eines 38 Jahre alten Mannes aus Lampertheim. Das Kommissariat K 34 der Regionalen Kriminalinspektion Bergstraße schaltete sich in die Ermittlungen ein und arbeitete von diesem Zeitpunkt an eng mit den Beamten in Worms zusammen. Wie sich herausstellte erwarb neben dem 31-Jährigen ein weiterer, 38-jähriger Mann aus Biblis von dem Lampertheimer Händler Heroin, um es wiederum weiterzuveräußern.

    Akribische und zeitintensive Ermittlungsarbeit brachte die Beamten Stück für Stück der nächsten, höheren Dealerebene näher. So gelang es Ende Juli/Anfang August das erste Mal, dem 31 Jahre alten Kleindealer Kontakte zu einem 39-jährigen US-Amerikaner nachzuweisen, der in enger Verbindung zu dem 38 Jahre alten Lampertheimer stand und ebenfalls an den Kleindealer aus Rheinland-Pfalz Heroin verkaufte. Es sollte sich zeigen, dass der US-Amerikaner das wichtigste Bindeglied in der Verkettung der Machenschaften war und die Polizei letzten Endes zum Hintermann, dem bis dato unbekannten Großdealer führen würde. So handelte es ich bei dem 39-Jährigen um den Halbbruder des Hauptlieferanten, der selbst rauschgiftsüchtig ist und mit dem Verkauf der Drogen nicht nur die eigene, sondern auch die Sucht seiner Freundin finanzierte,

    Dank ermittelter Anhaltspunkte und Szenekenntnissen der Sachbearbeiter aus Heppenheim offenbarte sich den Beamten schließlich die Identität des Hintermannes. Ein 35-jähriger, zweifacher Familienvater aus Lampertheim-Hofheim schien die Figur zu sein, bei der alle Stränge zusammenliefen. Dabei handelte es sich in der Tat um einen im wahrsten Sinne des Wortes "Großdealer", der sich mit kleinen Geschäften nicht abgab. Den Stoff an seinen Halbbruder veräußernd, verkaufte der 39-jährige Amerikaner das Heroin weiter an die 38 und 31 Jahre alten Zwischenhändler aus Lampertheim und Worms. Bei den Übergaben des Rauschgiftes im großen Format, die im Anwesen der Eheleute in Lampertheim von statten gingen, war zuweilen die Ehefrau des Haupttäters involviert.

    Insgesamt konnte dem Großdealer eine umgeschlagene Ware im Marktwert von 500.000 Euro nachgewiesen werden. Den Stoff bezog der Mann aus den Niederlanden. In 2008 schmuggelte der gebürtige Lampertheimer, der bereits wegen Handels mit Betäubungsmitteln polizeilich bekannt war, in seinem Firmenwagen 10 Kilogramm Heroin nach Deutschland.

    Klickten im Falle des Halbbruders und des 31-jährigen Kleindealers aus Worms bereits am 16.September im Verlaufe eines Drogengeschäfts zwischen den beiden Männern die Handschellen, wurde der Hintermann am Dienstag (16.Dezember) in seiner Wohnung in Lampertheim festgenommen. Zeitgleich fand man im Haus der 60 Jahre alten Mutter des Hauptbeschuldigten mit Hilfe eines Rauschgiftspürhundes noch mehrere Gramm Heroin, welche dort seitens des 35-Jährigen versteckt zwischengelagert wurden.

    Die Staatsanwaltschaften in Mainz und Darmstadt erließen gegen den Großdealer, dessen Halbbruder und den 31 Jahre alten Wormser Kleindealer Untersuchungshaftbefehl. Alle drei Männer sitzen zurzeit in Justizvollzugsanstalten in Hessen und Rheinland-Pfalz.

    Die bilaterale Zusammenarbeit in diesem Verfahren war gekennzeichnet von hoher Professionalität und Ausdauer. Am Ende gelang den Behörden in diesem Ermittlungsverfahren in erfolgreicher Kooperation, der Rauschgiftszene einen empfindlichen Schlag zu versetzen und einen von hoher krimineller Energie geprägten Drogenring vollends zu zerschlagen.


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