Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Darmstadt: Schmutziger Trick mit angeblichem Verkehrsunfall / Opfer: Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion / Polizei warnt vor miesen Trickbetrügern

Darmstadt (ots) - Mit einem sehr schmutzigen Trick versuchen zurzeit Trickbetrüger, Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion zur Zahlung von mehreren tausend Euro zu veranlassen. In Darmstadt kam es in den letzten Tagen zu zwei solcher Fälle, wobei es jedoch nicht zur Geldübergabe kam. Den Opfern wird von einem Mann in einem in russischer Sprache geführten Telefonat vorgegaukelt, ein enger Familienangehöriger (Elternteil, Kind oder Enkel) sei schuldhaft in einen Verkehrsunfall verwickelt, bei dem der Unfallgegner verletzt wurde. Den Opfern wird die drohende oder schon erfolgte Inhaftierung des Angehörigen mitgeteilt. Zur Verstärkung des Eindrucks ist bei Telefonaten im Hintergrund eine jammernde Person als vermeintlicher betroffener Angehöriger zu hören. Bei den Anrufen wurden allerdings schon mehrere Varianten angewandt. Entweder gab sich der Anrufer als Polizeibeamter aus oder aber der angebliche Angehörige sprach mit weinerlicher Stimme den Angerufenen sofort als Mama oder Papa an, ohne jedoch einen Namen zu nennen. Der Angehörige gibt dann weiter an, er sei wegen eines schuldhaft verursachten Verkehrsunfalls in Haft und bittet um dringenden Rückruf. Den Angerufenen wird dann eine ausländische Rückrufnummer genannt, unter der sich dann wiederum ein angeblicher Polizeibeamter meldet und den im ersten Telefonat geschilderten Sachverhalt bestätigt. Zur Vermeidung der angedeuteten Unannehmlichkeiten für den betroffenen Angehörigen soll die Zahlung möglichst sofort an einen "zufällig" in der Nähe befindlichen Verwandten des vermeintlichen Unfallopfers oder einen "Polizeibeamten" übergeben werden. Dabei werden Zahlungen von 10.000,- Euro unter dem Vorwand einer Haftkaution, einer außergerichtlichen Einigung mit den Unfallgegnern, oder als Schmerzensgeldzahlung gefordert. Wenn die Opfer eine Bargeldsumme anbieten, wird diese vom Anrufer sofort als "Anzahlung" akzeptiert und das Opfer aufgefordert, seine Anschrift zu nennen, um das Geld an den gleich erscheinenden Abholer zu übergeben. Gegenüber der Familie sollen die Opfer dann Verschwiegenheit über die Angelegenheit bewahren. Die Polizei rät: Genau das sollten die Angerufenen aber nicht tun. Informieren Sie sich bei Ihren Verwandten. Schnell wird sich dann der Wahrheitsgehalt der "schlimmen Nachricht" herausstellen. ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969 Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Südhessen Klappacher Straße 145 64285 Darmstadt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Ferdinand Derigs Telefon: 06151-969 2400 o. 0173-659 6648 Fax: 06151-969 2405 E-Mail: ferdinand.derigs@polizei.hessen.de Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell

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