Polizeipräsidium Südhessen

SHPP-GG: Wildscheinrotte dreht durch

    Rüsselsheim (ots) - Heute um 09.19 Uhr meldet ein Anwohner der Robert - Bosch - Straße eine Wildschweinrotte in seinem Garten. Die Beamten vor Ort stellten vom Balkon des Mitteilers aus 8 Wildschweine fest, die sich eine Öffnung in den Zaun geschaffen hatten und nun im Garten verweilten. Die aus einer Bache und einem weiteren Alttier, sowie 6 sog. Läufern bestehende Rotte hielt sich sowohl im als auch außerhalb des Gartens in der Freifläche auf. Sie waren offenbar in der Nacht aus dem Ostpark über die Max - Laue - Straße, den Parkplatz an der Walter - Köbel - Halle, entlang des Zaunes des Sportvereines Opel Rüsselsheim auf das dortige Brachgelände gelangt und hatten sich offenbar eine Zaunöffnung in das Privatgrundstück des Anrufers in der R. -Bosch Straße  geschaffen. Noch während die Polizei das Gelände umstellte, mit Warnfackeln und einem Diensthund und 12 Beamten versuchte, die Tiere in den Garten zu treiben, um sie dort festzusetzen, um eine Gefährdung des Fahrzeugverkehrs auf der Adam - Opel -Straße zu verhindern, brach zunächst ein Wildschwein aus, lief auf eine Beamtin zu, die mehrere Schüsse abgab, das Tier aber nicht traf. Es flüchte über die Max - Laue Straße zurück in den Ostpark. Kurz danach brach die Wildschweinrotte aus, lief auf die Adam - Opel -Straße in Richtung MC Donalds. Dort konnte eine Streife durch Querstellen des Fahrzeuges die Rotte ablenken und einem Beamten gelang es, eine Wildsau mit einem Schuss zu treffen. Diese Sau lief noch in die August - Bebel - Straße in einen Vorgarten, nachdem ein masiver Zaun umgerissen wurde und verendete dort. Die übrige Rotte floh zwischen 12.50 bis 13.45 Uhr bis in die Innenstadt, hinter den Häusern der Adam - Opel - Straße, den Gabelsberger Platz, über die Haßlocher Straße, auf das Gelände der Max - Planck - Schule, weiter über den Rugbyring in die Waldstraße. Dort lief eine Sau durch die geschlossene Eingangstür des REX - Kino und anschließend verfing sich die Rotte auf dem Parkplatz gegenüber des Kino. Personen wurden nicht verletzt. Dort wurden dann insgesamt 5 weitere Säue durch die eingesetzten und sie verfolgenden Polizeibeamten mit über 100 Schuss erlegt. Dabei wurde an einem parkenden Pkw die Heckscheibe beschädigt, an einer Hauswand enstanden drei Einschusslöcher. Während dieser Zeit meldeten über 20 Anrufer Gefährdungen durch die Wildschweine oder deren Standort. Eine ältere Dame wurde durch die fliehende Rotte im Bereich des Seniorenheimes auf der Flucht in die Waldstraße derart erschreckt, dass sie hinstürzte und sich leicht verletzte.

    Die erlegten Tiere wurden dem Bauhof zugeführt. Die bereits zu Beginn verständigten Jagdpächter und Förster erklärten, dass sie keine Berechtigung haben, in bebautem Areal Wild zu erlegen, da dies gesetzlich verboten ist.


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