Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Kreis Bergstraße/ Lorsch: "Rate mal, wer am Telefon ist". Enkeltrick-Betrüger kamen in Lorsch gleich drei Mal nicht zum Zuge. Warnmeldung der Polizei.

Kreis Bergstraße/ Lorsch (ots) - Drei in der Wilhelm- und der Friedhofstraße in Lorsch wohnende Rentnerinnen hatten sich die so genannten Enkeltrick-Betrüger am Mittwochnachmittag zwischen 14 Uhr 30 und 15 Uhr 15 als Opfer ausgeguckt, kamen aber bei den Telefonaten mit den alten Damen nicht zum Zuge. In zwei Fällen hatte sich der Hochdeutsch sprechende und auf 25 bis 30 Jahre alt geschätzte Anrufer als Neffe ausgegeben. Er habe sich etwas gekauft und bräuchte dringend Geld, versuchte er einer der Seniorinnen weiszumachen. Ein Telefonat endete abrupt, als die Rentnerin dem Mann auf den Kopf zusagte, sie werde sofort die Polizei verständigen. Weitaus raffinierter ging eine Komplizin vor, die offenbar aus dem Auto telefonierte, ebenfalls Hochdeutsch sprach und aufgrund ihrer Stimme auf etwa 50 Jahre alt geschätzt wird. "Rate mal, wer am Telefon ist", wollte sie von der betagten Lorscherin wissen. Als die einen Namen nannte, gab sich die Ganovin prompt als jene Person aus und bat um 7000 Euro für den Kauf eines Autos. Nachdem die Seniorin zu verstehen gegeben hatte, sie besäße nicht so viel Geld, beendete die Gaunerin das Telefonat. Wer im Zusammen mit den geschilderten Fällen weitere sachdienliche Hinweise geben kann, möge bitte unter der Telefonnummer 06252-7060 die Heppenheimer Kriminalpolizei kontaktieren. Enkeltrickbetrüger, so das Polizeipräsidium Südhessen in einer Warnmeldung vom Freitag, rufen insbesondere ältere Menschen an und geben sich als Verwandte - meist eben als Enkel - in einer finanziellen Notlage aus. Bei der Bitte, kurzfristig mit Bargeld auszuhelfen, geht es um mehrere Hunderte oder Tausende Euro. Der angebliche Verwandte ist bei einer Zusage stets verhindert, das Geld selbst abzuholen: Der Täter, ein Komplize oder eine Komplizin tritt dann als entsandte Vertrauensperson auf, die sich mit einem vereinbarten Kennwort identifiziert und das Geld entgegennimmt. Wie kann man sich schützten? Hier einige Tipps: Bei Anrufen angeblicher Verwandter in finanzieller Notlage unter deren bekannter - nicht der vom Anrufer angegebenen - Telefon- oder Handynummer zurückrufen und den Sachverhalt zu klären versuchen. Nach einem Anruf mit finanziellen Forderungen bei Familienangehörigen Rücksprache halten. Bei so nicht zu klärendem Sachverhalt sofort die Polizei informieren und das weitere Vorgehen absprechen. Keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preisgeben. Fremden, die als "Vertrauensperson" angeblicher Verwandter kommen, niemals Bargeld aushändigen. Anzeige auch dann erstatten, wenn man schon auf den "Enkeltrick" hereingefallen ist. Bedienstete von Kreditinstituten sollten bei verdächtig erscheinenden Geldabhebungen umgehend mit der Polizei Verbindung aufnehmen. ots Originaltext: Polizeipräsidium Südhessen Digitale Pressemappe: http://www.polizeipresse.de/p_story.htx?firmaid=4969 Rückfragen bitte an: Polizeipräsidium Südhessen Klappacher Straße 145 64285 Darmstadt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Peter Rauwolf Telefon: 06151-969 2413 o. 0173-659 6654 Fax: 06151-969 2405 E-Mail: peter.rauwolf@polizei.hessen.de Original-Content von: Polizeipräsidium Südhessen, übermittelt durch news aktuell

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