Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Fahrradcodierung im Polizeipräsidium am kommenden Samstag (13.9) | Wirksamer Schutz gegen Fahrraddiebstahl

Codiergerät und Identifikationsnummer im Einsatz

    Darmstadt (ots) - Das Polizeipräsidium Südhessen widmet sich mit besonderem Augenmerk der Bekämpfung des Fahrraddiebstahls. Dieses Delikt, öffentlich weitgehend unbeachtet, verursacht einen Schaden, der alleine in Südhessen weit über eine Million Euro betragen hatte. Die Polizei  registrierte 3.344 Fälle im gleichen  Zeitraum. Offenbar setzt sich dieser Trend auch im Jahr 2008 fort.

    Eine der vielfältigen Maßnahmen zur Eindämmung des Raddiebstahls ist die Fahrradcodierung. Vor dem Hintergrund, dass jeder einzelne dazu beitragen kann, sein Eigentum zu schützen, ist diese Maßnahme ein sinnvolles Mittel, das Fahrrad für Diebe unattraktiv zu machen.

    Deshalb erhält die Bevölkerung erneut die Möglichkeit, ihre zum Teil hochwertigen Fahrräder durch einen bestimmten Zahlencode wirksamer zu schützen.

    Die Opferhilfe Südhessen e. V., ein gemeinnütziger Verein, der sich u. a. um Hilfe für Kriminalitätsopfer kümmert, bietet in Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Südhessen erneut diese Fahrradcodierung am Samstag, (13.) zwischen 13.00 Uhr und 17.00 Uhr im Polizeipräsidium, (Klappacher Straße 145, 64285 Darmstadt) an.

    Codiert wird nach einem bundeseinheitlichen System. Jeder Radbesitzer erhält eine persönliche Identifikationsnummer. Damit wird das Fahrrad für potenzielle Diebe praktisch wertlos. Die Nummer setzt sich zusammen aus Autokennzeichen des Wohnortes, Gemeinde- und Straßenschlüssel, Hausnummer und den persönlichen Initialen. Besonders von Vorteil ist, dass auf eine zentrale Speicherung der Eigentümer- und der Fahrraddaten verzichtet werden kann: Der Fahrradcode funktioniert ohne jegliche Registrierung. Selbst wenn das Fahrrad gestohlen oder überprüft wird, ist es für die Polizei dennoch einfach, den richtigen Besitzer sehr schnell festzustellen und den Täter dingfest zu machen.

    Für die Codierung werden Personalausweis und - sofern vorhanden - Kaufquittung des Rades benötigt. Danach wird der individuelle Code für den Radbesitzer ermittelt. Der Code wird in das Sattelrohr eingefräst. Die Gravurstelle wird mit einer Folie gegen Korrosion geschützt. Damit gibt es auch ein optisches Signal an potenzielle Diebe: Dieses Fahrrad ist besonders gesichert. In Zusammenarbeit mit dem Polizeipräsidium Südhessen codiert die Opferhilfe Südhessen e. V. die Fahrräder innerhalb ihrer Jahresaktion. Dabei wird ein Betrag von 15,- Euro erhoben. Der Erlös kommt der gemeinnützigen Arbeit zugute. Die Opferhilfe Südhessen e. V. unterstützt Opfer von Straftaten, Verkehrs- und Unglücksfällen und hilft in besonderen Notlagen. Gleichzeitig kümmert sich der Verein um die Prävention.


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