Polizeipräsidium Südhessen

PPSH-ERB: Breuberg - Falscher Ehemann

    Breuberg (ots) - Ein Dialog wie ihn die Polizei nicht jeden Tag erfährt: "Wir hätten gerne den Führerschein ihres Mannes, der hier neben uns steht!" "Von welchem Mann? Mein Mann steht neben mir und nicht neben ihnen!" Das mussten sich Beamte der Polizeistation Höchst in der Nacht von Montag (8.) auf Dienstag (9.) anhören und kamen leicht ins Grübeln. Nun zur Vorgeschichte: Am frühen Dienstagmorgen war der Fahrer eines Opel Astra durch unsichere Fahrweise aufgefallen. Der Wagen wurde durch eine Streife der Polizeistation Höchst angehalten und einer Kontrolle unterzogen. Dabei stellte sich heraus, dass der Fahrer stark alkoholisiert war und keine Ausweispapiere oder den Führerschein bei sich hatte. Also wurden die weiteren Ermittlungen und Maßnahmen im Krankenhaus und auf der Dienststelle durchgeführt. Auf Befragen gab der Fahrer nichts zu seiner Person preis. Doch der Beifahrer "verriet" den Beamten den Namen des Fahrers, der auch auf die Ansprache durch die Polizei mit "seinem" Namen reagierte. Aufgrund der starken Alkoholisierung des Fahrers - im Bereich der absoluten Fahruntüchtigkeit - sollte sein Führerschein beschlagnahmt werden. Da er diesen nicht mit sich führte, wollten die ermittelnden Beamten zuhause die Beschlagnahme durchführen und so auch seine Identität zweifelsfrei klären sowie ihn in die Obhut der Ehefrau übergeben. An der Haustür seines benannten "Zuhauses" erschienen eine Frau, ein Mann und Kinder. Alle machten einen sehr verschlafenen Eindruck und erklärten, dass sie ein Familie bestehend aus Mutter, Vater und Kindern seien. Also war ein Ehemann zuviel! Schnell war klar, dass der Beifahrer falsche Angaben zur Person des beschuldigten Fahrers gemacht hatte. Zurück auf der Dienststelle: Weitere Ermittlungen brachten die wahre Identität des Wagenlenkers zu Tage. Dabei stellte sich heraus, dass sein Führerschein schon vor 12 Jahren durch die Verwaltungsbehörde eingezogen und bis zum heutigen Datum auch kein neuer Führerschein erteilt wurde. Also fiel die polizeiliche Beschlagnahme flach. Nun die Folgen: Der Fahrer durfte bis zum Abschluss der Ermittlungen das polizeiliche Gewahrsam genießen. Und jetzt ermittelt die Polizei nicht nur wegen des Fahrens unter Alkoholeinfluss sondern auch wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis.


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