Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Mainz/ Kreis Groß-Gerau: Polizei warnt vor Phishing-Betrug und gibt Tipps zur Vorbeugung

    Mainz/ Kreis Groß-Gerau: (ots) - Vor dem Hintergrund des aktuellen Falles in Mainz warnt die Polizei auch im Kreisgebiet Groß-Gerau vor der Masche des Phishing-Betrugs und gibt für Nutzer des Online-Bankings Tipps zur Vorbeugung.

    Rainer Müller, PP Südhessen, 06151/ 969-2417

    (Mainz) 59-jähriger Mainzer wird Opfer von Phishing-Betrug Montag, 21.07.2008, 08:00 Uhr Ein 59-jähriger Mainzer  wurde Opfer von Online-Betrügern und erstattete Anzeige bei der Polizei. Nach seinen Angaben tätigt der Mainzer seine Bankgeschäfte per Online-Banking. Bei einer solchen Transaktion erhielt der 59-Jährige vor Kurzem eine Fehlermeldung. Er wurde aufgefordert eine neue TAN-Nummer (Trans Aktions Nummer, Begriff im Electronic-Banking) zu verwenden. Dies führte der Mainzer dann auch bedenkenlos aus und verwendete eine neue Nummer. Am Montag stellte der 59-Jährige anhand seiner Kontoauszüge fest, dass ein Zugriff auf sein Konto erfolgt war und ein unbekannter Betrüger nahezu 10.000 Euro abgehoben hat. Die Ermittlungen dauern an.

    Die Polizei warnt vor sogenannten Phishing-Attacken. Unter Phishing versteht man das Ausspähen von Passwörtern. Die Erscheinungsformen des Phishings sind verschieden. Die häufigste Form erfolgt per Email. An den potenziellen Geschädigten wird angeblich von seiner Hausbank eine Email gerichtet, in der er gebeten wird, zur Überprüfung der Sicherheit seines Onlinekontos eine TAN und das Passwort für das Onlinekonto zu übermitteln. Die TAN wird dann für eine Überweisung vom Konto des Geschädigten genutzt.

    In einer zweiten Form des Phishings befindet sich, wie vermutlich auch in diesem Fall,  auf dem Rechner des Geschädigten ein Trojaner, ein sogenanntes Spähprogramm, das die Passwörter und TAN im Zusammenhang mit Onlinebanking zum Täter weiterleitet. Die Überweisungstransaktion kann in diesen Fällen vom Kunden nicht ordnungsgemäß durchgeführt werden. Die TAN ist dem ersten Anschein nach verbraucht; wird aber vom Täter für eine Onlinetransaktion zu Lasten des Kontoinhabers benutzt.

    Die Polizei rät zur Vorsicht:
-              Öffnen Sie keine eMails von unbekannten Absendern und
klicken Sie nicht auf darin enthaltene Links. Löschen Sie diese Mails
ungelesen.
-              Keine Bank fordert ihre Kunden per Mail auf, persönliche
Daten online zur Überprüfung neu einzugeben.
-              Haben Sie trotz allem auf einer gefälschten Bankseite Daten
eingegeben und dies bemerkt, dann sollten Sie umgehend Ihre PIN
ändern.
-              Kontrollieren Sie regelmäßig Ihren Kontoauszug nach
unbekannten Zahlungen.
-              Informieren Sie bei Unregelmäßigkeiten umgehend Ihre Bank.

    Mit freundlichen Grüßen Mainz, den 22.07.2008

    Achim Hansen Pressesprecher Pressestelle Tel.: 06131-653012 Fax: 06131-653014 e-mail: ppmainz.presse@polizei.rlp.de


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