Polizeipräsidium Südhessen

POL-DA: Südhessen: Rahmenrisse, Reifen bis auf die Karkassen abgefahren: Verkehrsinspektion des Polizeipräsidiums Südhessen und Bundesamt für den Güterverkehr kontrollierten auf der Autobahn.

    Südhessen (ots) - Wie  angekündigt setzten die Verkehrinspektion des  Polizeipräsidiums Südhessen und Spezialisten  des Bundesamtes für Güterverkehr  am Donnerstgagabend bis in die Nachtstunden hinein ihre Kontrollen von Großraum- und Schwertransporten fort - dieses Mal an der Autobahn Frankfurt - Darmstadt  (A 5) auf dem Gelände der Tank- und Rastanlage Gräfenhausen-West.

    Buchstäblich und akribisch unter die Lupe genommen wurden im Verlaufe der siebenstündigen Aktion neun  Fahrzeuge. Acht  hatten eine deutsche Zulassung, eines    kam aus Tschechien. . Insgesamt waren Mängel an acht Fahrzeugen  festzustellen, was einer Beanstandungsquote von fast 90 Prozent entspricht. In allen Fällen musste die Weiterfahrt untersagt werden, bis die gravierendsten Mängel behoben waren beziehungsweise bis die entsprechenden Um- und Abladungen vorgenommen werden können oder die korrekten Genehmigungen vorliegen.

    Mehrfach überschritten wurden zum Beispiel die erlaubte Längen und Breiten der Großraumtransporter. Technische Defekte entdeckten die Beamten unter anderen  an  Bremsanlagen und an Reifen, die zum Teil bis auf die Karkasse abgefahren waren.

    In vier Fällen konnten Verstöße gegen das Fahrpersonalgesetz (Tagesruhezeit, ununterbrochene Lenkzeit, Urlaubsbescheinigungen nicht mitgeführt) festgestellt werden. Drei Mal wurde gegen   Ladungssicherungsvorschriften verstoßen, vier Fahrzeuge hatten technische Mängel.

    Weiterhin wurden fünf  Verfallsverfahren zur Abschöpfung eines durch Ordnungswidrigkeiten erlangten wirtschaftlichen Vorteils eingeleitet und eine Sicherheitsleistung bei einem ausländischen Unternehmer in Höhe von 950,- EUR einbehalten.

    Ein Sattelzug, beladen mit 26 Tonnen Schnittholz und auf der Fahrt von Nordhessen ins Badische, hatte seine Ladung nur unzureichend gesichert

      Ein Fahrzeug aus Tschechien wies nach einer ersten
Inaugenscheinnahme erhebliche technische Mängel auf, unter anderem  
mehrere Rahmenrisse und -brüche, einen Fehler in der Bremsanlage und
defekte Reifen. Beladen war der Lkw mit einem 7000 Kilo schweren
Container. Der Sachverständige des Polizeipräsidiums Südhessen
untersagte aufgrund der schweren Mängel sofort eine weitere
Lastfahrt.
Ein  Transport hätte mit diesem Fahrzeug auf keinen Fall durchgeführt
werden dürfen. Der dem Transporteur hierdurch entstandene
wirtschaftliche Vorteil wurde in Höhe von 950 Euro abgeschöpft.

    Mit einer Sattelzugeinheit für Schausteller befand sich ein Fahrer auf der Reise von Westfalen nach Rheinland-Pfalz. Die Antriebsachse seines Gefährts war um 500 Kilo und die komplette Zugeinheit um über vier Tonnen überladen. Weiterer gravierender Fauxpas:  In der Länge maß das Vehikel  stolze  21,40 Meter (bei gestatteten 16,50 m).


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