Polizeipräsidium Südhessen

PPSH-ERB: Erbach - "Dialog verbindet"

    Erbach / Odenwaldkreis (ots) - Gesprächrunde in Erbach: Vertreter der Polizei im Dialog mit Bürgern / Auch Thema Integration angesprochen

    Die Polizeidirektion Odenwald hatte in Zusammenarbeit mit der türkischen Gemeinde Odenwald und der Kreisstadt Erbach zu einer Informationsveranstaltung in das Vereinshaus in Erbach eingeladen. Bei der Veranstaltung, die unter dem Motto "Bürger im Dialog mit der Polizei" stand, informierte die Polizei die Bürgerinnen und Bürger über deren Aufgaben und ihre Rolle in der Gesellschaft. Anwesend waren Polizeidirektor Kurt Hable, als Leiter der Polizeidirektion Odenwald, der Jugendkoordinator der Polizeidirektion Odenwald Polizeihauptkommissar Volkmar Raabe, Kriminaloberkommissarin Michaela Schmelzer für den Bereich "Häusliche Gewalt", der Ausländerbeauftragte der Polizei Fahri Erfiliz sowie René Pohl vom Netzwerk gegen Gewalt beim Hessischen Landeskriminalamt. Die Stadt Erbach wurde vertreten durch Bürgermeister Harald Buschmann, dem Ersten Stadtrat Günter Junker und Sabine Krämer-Eis von der Bürgerpraxis der Kreisstadt Erbach.

    Der Vorsitzende der türkischen Gemeinde Odenwald Oktay Parsbey hieß alle Teilnehmer auf das Herzlichste Willkommen.

    Nach der Vorführung des Polizeifilms "Ihre Polizei - Im Dienst für die Menschen" erläuterte Polizeidirektor Kurt Hable den zahlreichen interessierten Zuhörern die Vielfalt der polizeilichen Aufgabengebiete. Somit konnten die Bürger qualifizierte Informationen aus erster Hand erhalten. In einem sehr regen Dialog zwischen Gästen und Ansprechpartnern der Polizei und Kommune wurden viele Themen   angesprochen. Fragen wie, "sind türkische Jugendliche krimineller als gleichaltrige deutsche Jugendliche", konnten mit "Nein" beantwortet werden. Auch das Thema alkoholisierte Jugendliche wurde angesprochen. Eine Bürgerin sprach Graffiti mit rechtsextremen Inhalten in ihrem Straßenbereich an. Hierbei ging es ihr um die Entfernung der Schmiererein. Bürgermeister Buschmann erklärte hierzu, dass die Schmierereien an öffentlichem Eigentum nach der Beweisaufnahme durch die Polizei umgehend entfernt werden, jedoch die Entfernung von Graffitis am privaten Besitztum Sache des Eigentümers seien.

    Vertreter von Sportvereinen wünschten sich von den Stadtvertretern noch mehr Öffnung gegenüber den Bürgern mit Migrationshintergrund. Bürgermeister Buschmann räumte ein, dass in der Vergangenheit die Problematik nicht ausreichend erkannt wurde, jedoch seit geraumer Zeit große Anstrengungen unternommen werden, um die Defizite auszugleichen. Der Erbacher Präventionsrat widmet sich seit mehr als vier Jahren diesem Thema und hat im Netzwerk bereits viele Projekte durchgeführt.

    Ein zu geringes Freizeitangebot für Jugendliche wurde durch eine Bürgerin moniert, dem wurde durch Sabine Krämer-Eis sowie Bürgermeister Buschmann, durch die Aufzählung von vielseitigen Programmen und Veranstaltungen entgegen getreten. Auf die Einstellung eines Jugendsozialarbeiters Gerhard Müller  wurde im Speziellen hingewiesen, der insbesondere  im Bereich der präventiven Jugendarbeit viele Angebote macht.

    Für den kulturellen Teil sorgte der Ausländerbeauftragte der Polizei Fahri Erfiliz, der gekonnt und mit viel Herzblut eine Multivisionsschau darbot, die den islamischen Mystiker Yunus Emre vorstellte. Sinn und Zweck des Vortrages war es,  die Gemeinsamkeiten in den Kulturen und Religionen herauszuheben, um den Weg für ein friedvolles, gemeinschaftliches Zusammenleben in einer Gemeinschaft zu ebnen.

    So konnten sich die Bürgerinnen und Bürger in vielfältiger Form informieren und die Veranstaltung wurde von allen Beteiligten als voller Erfolg gewertet.


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